Cosima von Bülow stürmt 1869 in das Leben des 24 Jahre älteren Komponisten Richard Wagner, ignoriert Sitte und Moral und wird zu seiner Geliebten. Richard, der große Komponist, spielt unverdrossen den jugendlichen Liebhaber, ist ebenso charmant wie bösartig. Die beiden leben in der Schweiz, in Bayreuth und Venedig füreinander, miteinander und gegeneinander. Ihre Beziehung ist geprägt von Leidenschaft und Prüderie, Skandal und Bürgerlichkeit, Eifersucht und Hingabe. Im Umkreis des Paares bewegen sich der verratene und betrogene Ehemann, Hans von Bülow, der junge Philosoph Friedrich Nietzsche, Cosimas Vater und Wagners Rivale, der Komponist Franz Liszt, und natürlich die Geliebten Wagners: die Französin Judith Gauthier und die junge Engländerin Carrie Pringle. 1870 heiraten Cosima und Richard Wagner. Der schicksalhafte Bund endet mit Wagners Tod in Venedig 1883. Als Mythos lebt er jedoch fort.

Der zweiteilige Fernsehfilm "Wahnfried" erzählt den Mythos und Alltag, das Liebes- und Ehedrama von Richard und Cosima Wagner. Neben Otto Sander und Tatja Seibt in den Hauptrollen glänzt Oscar-Träger Christoph Waltz in der Rolle des Friedrich Niezsche.