München 1937. In einem katholischen Spital bringt eine unverheiratete junge Frau ein Mädchen zur Welt. Schwester Ludowiga, eine betagte, aber beherzte Nonne, sorgt dafür, daß das Kind eine Nottaufe erhält und die Namen der Eltern nicht festgehalten werden. Bald darauf bringt sie die kleine Leni in ein Dorf im Allgäu und übergibt sie dem kinderlosen Bauern Johann Aibele und seiner Frau Alwina zur Pfege. Dort wächst Leni geliebt und behütet in harmonischer Atmosphäre heran. Als das Kind ca. neun Monate alt ist, erscheint Lenis leibliche Mutter Cornelia auf dem Bauernhof. Zur Erleichterung der Aibeles will sie das Kind nur einmal sehen und nicht etwa mitnehmen. Cornelia fotografiert Leni, erklärt den beiden Alten den Fotoapparat und bittet sie, ihr jede Woche ein Bild der Kleinen hauptpostlagernd nach München zu schicken. Als Leni drei Jahre alt ist, beginnen die Schwierigkeiten. Bürgermeister Seeros konfrontiert Aibele anläßlich der Lebensmittelkartenvergabe mit der amtlichen Erkenntnis, daß Leni "nichtarisch" sei. Ihre Karte wird mit dem Judenstempel versehen. Zwar sind die Aibeles jetzt alarmiert, aber in ihrer Ohnmacht flüchten sie sich in eine Vogel-Strauß-Politik und ignorieren die Gerüchte, die im Dorf kursieren. ln Lenis sechstem Lebensjahr taucht plötzlich wieder ihre Mutter auf dem Aibele-Hof auf. Sie kommt in Begleitung eines bewaffneten Mannes, der schnell nervös wird. Mit einem Wehrmachtskrad wollen sie über die Grenze. Zum Abschied schenkt Cornelia ihrer Tochter eine Puppe. Kurze Zeit später kommt ein Päckchen, in dem das Fotoalbum mit Lenis Bildern drin ist und ein Brief. Cornelia ist tot - sie wurde an der Grenze erschossen. Auch Bürgermeister Seeros ist darüber informiert und will den "Fremdkörper" Leni aus Angst vor der Nazi-Obrigkeit endlich loswerden. Am Heiligen Abend erhalten Aibeles schriftlich Bescheid, daß Leni "im Zuge der Sammelunterbringung jüdischer Waisenkinder" Mitte Januar fort muß. Die Aibeles sind verzweifelt. Moralisch und tatkräftig unterstützt vom Lehrer Blatzer, schöpfen sie alle bürokratischen Möglichkeiten aus, um das Unheil abzuwenden. Aber nichts hilft: Leni wird in ein Kinderheim nach München verschickt. Der einzige Lichtblick: in diesem Heim arbeitet die Ordensschwester Ludowiga. Da endlich wacht Aibele auf. Zusammen mit dem Lehrer Blatzer fährt er nach München und versucht alles nur Mögliche, um Leni zu retten...