"Emil und die Detektive" ist nicht irgendein Kinderbuch, und das kann man dementsprechend auch nicht von irgendwem verfilmen lassen. Die Wahl für die Regie fiel auf David Dietl, den Sohn von Filmemacher-Legende Helmut Dietl, dem zuletzt schon eine ganz passable Verfilmung der schwer verfilmbaren "Münchner im Himmel"-Geschichte gelang. Nun also ein weiterer Stoff mit Gewicht für David Dietl, diesmal umgesetzt mit Drehbuchautorin Antonia Scheueren, einigen großen Stars und natürlich auch vielen kleinen.
Den Titelhelden Emil verkörpert Nachwuchsschauspieler Nicholas Jonah Peter, der zuletzt in "Tatort: Licht" (2025) schon erste Krimi-Erfahrungen sammeln konnte und hier seine erste Kinohauptrolle ergattern konnte. Als "Detektive" wurden Lara Toni (Pony), Kilian Kasa (Gustav), Bela Louis Plass (Dienstag), Ai Vy Bui (Anh) und Camille Moltzen (Jason) besetzt, in weiteren Rollen wirken unter anderem Luise Heyer, Ursula Werner sowie – als Bösewicht Grundeis – Merlin Sandmeyer ("Die Discounter") mit.
In der Originalgeschichte von Erich Kästner setzte Emil sich noch mit 140 Mark in den Zug von Neustadt nach Berlin, um seine ärmliche Großmutter zu besuchen. Die Zeiten der Mark sind bekanntlich längst vorbei, und auch sonst gibt es in der Neuverfilmung von "Emil und die Detektive" ein paar Anpassungen, die nach fast einem Jahrhundert wohl auch unausweichlich sind. In ihren Grundzügen bleibt die Geschichte aber so, wie man sie kennt: Emil wird im Zug vom schmierigen Gauner Max Grundeis ausgeraubt und will das gestohlene Geld unbedingt wieder beschaffen. Seine neuen Berliner Detektiv-Freunde Gustav, Pony und Co. helfen ihm dabei. Das Filmstudio verspricht ein rasantes Abenteuer "voller Witz, Mut und echter Freundschaft".