Man findet da keine Drähte oder Kabel, keine Knöpfe oder Kontrollleuchten: Klara (Jenna Ortega) sieht aus wie ein ganz normaler Mensch, doch unter ihrer Haut verbirgt sich modernste Technik. "Künstliche Freundin", das ist in der utopischen Science-Fiction-Verfilmung "Klara und die Sonne" die gängige Produktbezeichnung für Roboter wie Klara. Es handelt sich dabei um Maschinen mit menschlichem Antlitz, die echten Menschen in schwierigen Situationen helfen sollen.
Hinter einem Schaufenster wartet Klara mit anderen "KFs" darauf, von einer Familie ausgewählt zu werden, ein bisschen so wie ein Möbelstück oder ein Hund im Tierheim. Weil Klara ein etwas älteres Modell ist, gibt es 20 Prozent Rabatt, als die Familie von Teenagerin Josie (Mia Tharia) sie kauft. Josie leidet unter einer mysteriösen Krankheit, Klara soll ihr eine Stütze sein und sie aufmuntern. Klara, die abgesehen von ihrer Gute-Laune-Programmierung wie alle "KFs" als "weißes Blatt" aus der Fabrik kommt, muss aber auch noch viel lernen: wie man richtig eine Treppe hinunterläuft, was es mit der Sonne auf sich hat, was die Liebe ist und was Verderben ...
Der Literaturnobelpreisträger Kazuo Ishiguro veröffentlichte seinen Science-Fiction-Bestseller "Klara und die Sonne" im Frühjahr 2021 – zu dem Zeitpunkt war auch eine Kino-Verfilmung längst in Planung. Das Produzententeam um David Heyman ("Gravity", "Barbie") erwarb die Rechte bereits vor dem Erscheinen des Buches; die Dreharbeiten unter Leitung von Regisseur und Autor Taika Waititi ("Jojo Rabbit") begannen im Februar 2024 in Neuseeland. Neben Jenna Ortega und Nachwuchs-Darstellerin Mia Tharia sind unter anderem auch Amy Adams, Steve Buscemi, Natasha Lyonne und Aran Murphy, Sohn von Oscarpreisträger Cillian Murphy, an dem Projekt beteiligt.