Manche werden sich erinnern, dass vor wenigen Jahren schon einmal eine Kinoproduktion das Konzept der japanischen "Familienvermietung" aufgriff: Werner Herzog erzählte 2019 davon in "Family Romance, LLC" und landete mit seinem Drama immerhin in der Vorauswahl für die Golden Globes (Kategorie "Bester fremdsprachiger Film"). Ein paar Filmpreis-Nominierungen und einiges Kritikerlob erntete zuletzt auch die neue amerikanisch-japanische Tragikomödie "Rental Family" von Regisseurin und Autorin Hikari (Co-Autor: Stephen Blahut), die bereits im November in den USA anlief und jetzt hierzulande in den Kinos startet.
Für die Hauptrolle wurde Brendan Fraser ("Die Mumie") besetzt, der 2022 mit "The Whale" ein großes Comeback feierte, inklusive Oscar als bester Hauptdarsteller. Auch in "Rental Family" spielt er wieder eine sehr spezielle Figur, die lange in Erinnerung bleibt: Philip Vandarpleog (Fraser) ist ein mehr oder weniger gescheiterter US-Schauspieler, der inzwischen in Tokio lebt und sich dort regelmäßig als "Familienmitglied" mieten lässt.
Philips Aufträge führen ihn in zu den unterschiedlichsten Klientinnen und Klienten. Zum Beispiel zu einem zurückgezogenen Videospiel-Fan, der einen Kumpel zum Zocken braucht, und zu einer alleinerziehenden Mutter, für die Philip den Familienvater spielen soll, um für ihre Tochter die Chancen für die Aufnahme auf einer elitären Privatschule zu erhöhen. So taucht Philip tief ein in die Leben wildfremder Menschen, und dabei wird aus manchem Engagement eine Rolle mit echter Bedeutung.