Als der Stummfilm-Stuntman Roy Walker 1915 in Los Angeles nach einem Unfall ins Krankenhaus kommt, lernt er dort die kleine Alexandria kennen. Ihr erzählt er seine Geschichte vom Verlust der großen Liebe. Die Geschichte schmückt Roy freilich mit vielen phantastischen Elementen: Fünf maskierte Helden gehen gemeinsam gegen den Oberschurken Gouverneur Odious vor. Der korrupte Machthaber weiß sich allerdings zu wehren ...

Regisseur Tarsem Singh, vielfach für seine Musikvideos und Werbefilme ausgezeichnet, lässt auch in seinem zweiten Spielfilm (nach "The Cell") die Grenzen der Realitätsebene mit Fiktion, einer Geschichte innerhalb der Geschichte, und mit berauschenden Bildern verschwimmen. Dabei schwelgt er in atemberaubenden Fantasiewelten mit fiesen Übeltätern und strahlenden Helden. Was wie eine Kindergeschichte anmutet, weißt viele Härten auf (etwa ein Mord oder die Tatsache, dass das Mädchen Morphium stehlen soll), die nicht so recht in einen Kinderfilm zu passen scheinen. Dies wird dem Regisseur zum Vorwurf gemacht. Doch die Moralapostel vergessen schnell, dass Kinder für derlei Bilder ein ganz anderes Verständnis besitzen. Sonst müssten wohl alle nach der Brüder-Grimm-Lektüre zu Massenmördern werden. Besonders gut: Hauptdarsteller Lee Pace, mittlerweile durch "Pushing Daisies" bekannt geworden.

Foto: Capelight (Central)