Alvin Straight ist zwar schon 73 Jahre alt, das hindert ihn aber nicht daran, seinen 500 Kilometer weit entfernten Bruder zu besuchen. Denn Alvin merkt, dass er nicht mehr lange zu leben hat, und so will er sich noch mit seinem Bruder aussprechen, mit dem er sich vor Jahren verworfen hat. Das einzige Problem: Alvin wohnt in der Provinz und hat keinen Führerschein. Deshalb setzt er sich auf seinen Rasenmäher. Der Beginn einer unglaublichen Odyssee ...

Nach einer wahren Begebenheit drehte David Lynch im Gegensatz zu seinen sonstigen Skurrilitäten ein bewegendes Altersporträt eines durchschnittlichen Mannes. Das Ganze wird einfach und gradlinig erzählt - also eine "Straight Story" im doppelten Sinne und lässt eher an ein ungewöhnliches Road-Movie denken. Dieser Film besticht gerade durch seine Langsamkeit. Denn Lynch hat sich hier ganz der Geschwindigkeit des Rasenmäher angepasst. Ohne Effekte erinnert das Werk an einen wunderbaren, gemächlich dahinplätschernden Bachlauf, bei dem hinter der ein oder anderen Windung durchaus eine Überraschung lauern kann.

Foto: Universum