Der 23-jährige Luis kommt über das Wochenende in sein Heimatdorf, um mit seiner Freundin Leni und seinen alten Freunden seinen Geburtstag zu feiern. Zuhause fühlt er sich jedoch nicht wohl, da das Verhältnis zu seinem Vater Jak, dem Pächter des alten Sägewerks, sehr angespannt ist. Deshalb will Luis auch so schnell wie möglich wieder abfahren. Doch dann stirbt Marie, die Besitzerin des Sägewerks, zu der er ein inniges Verhältnis hatte. Ihr überraschender Tod bringt einen unerwarteten Nachlass zu Tage: Luis soll die Säge erben. Das Testament wirft Fragen auf, denn kurz vor Maries Tod ist ein Fremder im Dorf aufgetaucht, der dem rechtmäßigen Erben der Säge eine alte Uhr übergeben will, die dem vor Jahren unter mysteriösen Umständen verschwundenen Sägewerker gehörte. Das Erbe führt außerdem dazu, dass sich der Konflikt zwischen Luis und seinem Vater immer weiter zuspitzt, weil Jak die Führung der gepachteten Säge nicht abgeben will ...

Mit seinem Langfilmdebüt inszenierte der aus München stammende Regisseur und Drehbuchautor Corbinian Lippl eine packende Geschichte mit einem unverbraucht aufspielenden Hauptdarsteller-Duo, bei der allerdings der Dialekt nicht immer zu verstehen ist. Das Drehbuch verfasste er zusammen mit Johanna Stuttmann ("Nacht vor Augen", "Der Tag, an dem ich meinen toten Mann traf"). In der Rolle des Luis überzeugt Gabriel Raab, der zuvor lediglich kleine, ungenannte Rollen in Filmen wie "Weißt was geil wär?" und "Die zweite Frau" hatte. An seiner Seite ist Rosalie Thomass als Leni zu sehen, die Zuschauern aus Werken wie "Einer bleibt sitzen", "Tatort - Tempelräuber" und "Der Mann aus der Pfalz" bekannt sein dürfte.

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