Die Geschichte der letzten freien Bewohner der Sahara zu Anfang des 20. Jahrhunderts: Der junge Alifa ist frei und ungebunden bei Jägern aufgewachsen, die einst seine Eltern töteten. Als Jäger und schließlich als Führer wird er ein hochgeachtetes Mitglied seiner Sippe. Unentbehrlich wird er für sie, als er einen fremden Weißen besiegt, der ihnen die Erde rauben wollte, auf der sie leben. Doch schließlich muss sich auch Alifa mit den Seinen vor den Kolonialmächten in die Wüste zurückziehen ...

1922 schrieb der französische Kolonialoffizier und Autor Diego Brosset seinen Roman "Sahara, un homme sans l'occident", den der französische Regisseur und Fotograf Raymond Depardon, der 1991 mit dem Prix National de la Photographie ausgezeichnet wurde, hier in großartigen Schwarzweiss-Bildern umsetzte. Einige Zuschauer werden sich sicher an dem langsamen Erzählfluss des Dramas stören, andere wiederrum werden es ist Depardon halten: "Natürlich ist das (der Film, Anm. der Red.) gang gegenläufig zu dem, was man heute macht. Man braucht Zeit, um meine Fotos und Bilder anzusehen. Paradoxerweise bin ich jemand, der immer an eine Erzählung gebunden ist. Meine Fotos müssen für mich mit einer Geschichte verknüpft oder von einem Text begleitet sein. ... Diese Idee hat mir schon immer gefallen."