Komponist und Klavierlehrer Simon, Mitte 30, hat sich bisher die Arbeit im Haushalt und für die zwei Töchter Violette und Adèle mit seiner dynamischen Ehefrau Camille geteilt. Als diese wegen einer Beförderung für einige Zeit ganztags mit Überstunden arbeitet, nimmt er es erstmals klaglos hin, allein den Haushalt zu schmeißen. Doch als ihm die ausufernde Arbeit über den Kopf wächst, wird das Tier im Manne wach …

Der zweite Langfilm des ehemaligen Kurzfilm-Regisseurs Angelo Cianci (nach der 2011 auf der Berlinale mit dem FIPRESCI-Preis ausgezeichneten Tragikomödie "Dernier étage, gauche, gauche") ist ein modernen wie spaßiger bunter Reigen auf den Geschlechterkampf in den Zeiten der Gleichberechtigung. Mit Augenzwinkern und viel Sympathie für seine Protagonisten nach einer Romanvorlage von David Abiker in Szene gesetzt, punktet hier besonders Grégori Derangère ("Die Offizierskammer", "Die Frau des Leuchtturmwärters", "Die drei Musketiere") als überforderter, aber auch ideenreicher Familienvater, in die Rolle seiner Frau Camille schlüpfte Géraldine Pailhas ("Don Juan DeMarco", "Ich denk' an euch", "Ein Schloss in Schweden").

Foto: arte F/© Thibault Grabherr/Nelka Films