Vier Soldaten - Karl, der Bayer, der Student und der Leutnant - verbringen ein paar freie Tage der Erholung hinter der Front. Sie scheinen schon alle Illusionen und jegliche Kriegsbegeisterung verloren zu haben. Zurück im Kampfgeschehen erleben die Vier wieder den Schrecken und die Entbehrungen des Kriegsalltags ...

Nach dem Roman "Vier von der Infanterie" von Ernst Johannsen drehte Meisterregisseur Georg Wilhelm Pabst ("Tagebuch einer Verlorenen", "Die Dreigroschenoper") mit dem äußerst realistischen Ankriegsdrama seinen ersten Tonfilm. In den Jahren vor der Machtergreifung durch die Nationalsozialisten hatten Kriegsfilme Hochkonjunktur, doch Pabst widersetzte sich der Verherrlichung der Gewalt, vielmehr zeigt er das Grauen des Ersten Weltkrieges, dass das Leben von Millionen von Menschen zerstörte. Seine vier Protagonisten stehen hier für eine ganze Generation, die das Leid nicht mehr vergessen sollte. Kurz vor Lewis Milestones Meilenstein "Im Westen nichts Neues" in den Kinos gestartet, erregte das Meisterwerk von Pabst in Deutschland aber nur wenig Aufmerksamkeit, denn zu kritisch und zu blutig-brutal sind noch heute die Szenen. Kein Wunder, dass "Westfront 1918" den Nazis ein Dorn im Auge war, nach der Machtergreifung vom 30. Januar 1933 wurde der Film innerhalb kürzester Zeit verboten.

Foto: DIF/Deutsches Filminstitut, Frankfurt am Main