Ralf Dümmel ist der Gewinner des Abends in der VOX-Gründershow "Die Höhle der Löwen", der Deal von Dagmar Wöhrl platzt dagegen im Nachgang. Und Georg Kofler bringt ganz neue Verhandlungsmethoden ins Spiel, die allerdings mehr als zweifelhaft sind.

Der Deal des Abends

Kanokporn Holtsch (37) stellte den "Löwen” ihre "Pook Coconut-Chips” vor. Bis auf Carsten Maschmeyer, der wegen einer Kokusnussallergie wohl einfach nicht zur Zielgruppe gehört, waren alle "Löwen" hin und weg. Der kleine Snack mit den drei Geschmacksrichtungen Original Sea Salt, Mango Sea Salt und Chocolate Sea Salt schmeckte den Investoren fantastisch. "Mega. Mega. Mega. Mega", fand Ralf Dümmel – und sicherte sich nach zählen Verhandlungen letztendlich für 200.000 Euro 20 Prozent der Firmenanteile.

Die Erpressung des Abends

Auch Georg Kofler war heiß auf die Kokusnuss-Chips, bot der Gründerin und ihrem Ehemann 300.000 Euro für 20 Prozent der Firmenanteile. Unter einer Bedingung. "Sie müssen sich innerhalb von 60 Sekunden dafür entscheiden." Was das sollte, weiß wohl nur Kofler selbst, denn zu diesem Zeitpunkt war schon klar, dass es noch andere Angebote geben würde, die sich die Gründer natürlich anhören wollten. Während diese Art von Verhandlungen in der US-Version "Sharktanks" durchaus üblich ist, wirkte es in der deutschen Version wenig authentisch.

Dieser Deal platzte im Nachgang

Gründerin Katharina Baumann (26) begeisterte beim Pitch alle Löwen, ihr Produkt allerdings weniger. Die "Design Bubbles" sind Kerzen aus Champagnerflaschen, die Flaschen werden professionell geschnitten, poliert und mit einem Bio-Sojawachs befüllt – und dann zu stolzen Preisen verkauft. "79 Euro für eine Kerze?!", fragte Frank Thelen halb beeindruckt, halb entgeistert. Judith Williams lobte die selbstbewusste junge Frau als "eine der besten Gründerinnen aller Zeiten", doch mit den Kerzen konnte auch sie nicht so viel anfangen. Nur Dagmar Wöhrl war zu einer Investition bereit. Sie bot 200.000 Euro für 20 Prozent der Firmenanteile. Deal! Doch wie so häufig platzte der im Nachgang der Show. Die Gründerin möchte ihr Unternehmen nun doch allein und ohne Investor aufbauen, wie Wöhrl dem Magazin "Gründerszene" bestätigte. Sehen Sie hier, welche Deals in der fünften Staffel abgeschlossen wurden und welche im Nachhinein doch noch geplatzt sind.

Dieser Pitch ging daneben

Bei "Eatapple" waren sich alle Investoren einig: Toller Grundgedanke, mangelhaftes Produkt. Denn beim Pitch verpokerten sich Konstantin Neumann (21), Philipp Silbernagel (26) und Danilo Jovicic (29). Ihr essbarer Trinkhalm aus speziell behandeltem Apfeltrester brach im Glas von Frank Thelen während der Verhandlungen auseinander. Und allgemein schien der "Eatapple" noch nicht ausgereift zu sein. "Das schmeckt so schlecht, dass ich nicht investieren kann", sagte Carsten Maschmeyer. Mit mangelhaften Produkten könne man die Leute nicht für Umweltschutz begeistern, meinte Frank Thelen. Und Georg Kofler sagte traurig: "Schade, ich hätte so gerne investiert."

Hier sehen Sie Bilder von allen Produkten, die in dieser Folge präsentiert wurden.

Und die Investoren?

Frank Thelen sagte offen wie immer seine Meinung und tat das diesmal besonders häufig. Zudem erfuhr der Zuschauer, dass er keine Wäsche aufhängt und Kerzen für ihn einfach "funktionieren müssen". Judith Williams war charmant wie eh und je, investierte aber wie fast immer: nichts. Carsten Maschmeyer handelte sich einen Deal ein, den er irgendwie gar nicht so recht zu wollen schien. Den Gründern "CurveSYS", einer Sensorik die Unfälle durch Sekundenschlaf verhindern soll, bot er 300.000 Euro für 25,1 Prozent der Firmenanteile statt der gewünschten zehn Prozent. "Ich habe gedacht, Sie sagen nein. Jetzt habe ich das an der Backe." Georg Kofler und Dagmar Wöhrl haben es bei den Gründern offenbar etwas schwer, wenn es mehrere Angebote gibt. Und Ralf Dümmel ließ es dümmeln, schnappte sich nicht nur den Deal für "Pooks", sondern kaufte sich auch bei "Trockenfix" ein, einer Hängekonstruktion zum Trocknen von Bettwäsche.