Schauspieler Jonas Nay als Spion Martin Rauch in "Deutschland 83".
Fotoquelle: RTL / Nik Konietzny

Jonas Nay

Lesermeinung
Geboren
20.09.1990 in Lübeck, Schleswig-Holstein, Deutschland
Alter
32 Jahre
Sternzeichen
Biografie

Seine Rolle des eher verschlossenen und sensiblen 15-jährigen Jakob, der durch ein selbst gedrehtes, kompromittierendes Video, dass durch einen dummen Zufall im Internet landet, am Leben zu zweifeln beginnt, machte den jungen Schauspieler und Musiker Jonas Nay über Nacht bekannt. Für diese Rolle in dem verstörenden, vielfach preisgekrönten Jugenddrama "Homevideo" wurde Nay mit 2012 mit dem Förderpreis des Deutschen Filmpreises, dem Grimme-Preis 2012, dem New Faces Award als bester Nachwuchsschauspieler und den Günter Strack-Fernsehpreis als bester Nachwuchsdarsteller ausgezeichnet.

Zu diesem Zeitpunkt konnte Nay, der in seiner Heimatstadt Lübeck zur Schule ging und an der Musikhochschule Lübeck Pop- und Jazzklavier studiert, bereits auf einige Jahre Erfahrung im Schauspiel zurückschauen. Bereits im zarten Alter von 13 Jahren wurde er an der Seite von Udo Kier in 27 Folgen der Jugendserie "4 gegen Z" (2005/2006) in der Rolle des Otti Sörensen besetzt. Danach folgten weitere kleinere Rollen in Serien wie "Die Rettungsflieger" (2008), "Die Pfefferkörner" (2008), dem Kinderfilm "Krimi.de - Coco unter Verdacht" (2009) und in der Serie "Notruf Hafenkante" (2011).

Nach dem durchschlagenden Erfolg mit "Homevideo" waren die Produktionsfirmen natürlich hellhörig geworden und die Rollen von Jonas wurden immer größer: So spielte er etwa unter der Regie von Bodo Fürneisen in dem Märchen "Jorinde und Joringel" (2011), Matthias Glasner besetzte ihn in "Tatort - Die Ballade von Cenk und Valerie" (2012), der letzte Kriminalfilm von Mehmet Kurtulus als verdeckter Hamburger Ermittler, und in dem Leipziger Tatort "Todesschütze" stand Nay wieder mit Wotan Wilke Möhring vor der Kamera, der in "Homevideo" seinen Vater verkörpert hatte.

Die Einschätzung viele Kritiker, er sei einer der hoffnungsvollsten deutschen Jungschauspieler, stützte Nay auch in dem kammerspielartigen Drama "Die Frau von früher", im dem er in der Rolle eines junges Rotzlöffels überzeugte. Nach einem kleineren Auftritt in dem Krimidrama "Tod an der Ostsee" (2012) war er in dem nicht sonderlich gelungenen dffd-Abschlussfilm "König von Deutschland" (2013) an der Seite von Olli Dietrich und Veronica Ferres auf der Kinoleinwand zu sehen. Dagegen legte er in dem Drama "Nichts mehr wie vorher" (2013) in der Rolle eines jungen Mordverdächtigen erneut einen starken darstellerischen Auftritt hin.

Für seine Rolle im Kinofilm "Hirngespinster", in dem Jonas Nay an der Seite von Tobias Moretti spielt, gewann er den Bayerischen Filmpreis 2013 in der Kategorie Nachwuchsdarsteller. Wenn Jonas nicht schauspielert, geht er in Lübeck seinem Studium nach und spielt oft mit seiner eigenen Band "Northern Lights", für die er komponiert, Texte schreibt, singt und Klavier spielt. Weitere Filme und Serien mit Jonas Nay: "Sechzehneichen" (2012), "Dear Courtney", "Letzte Spur Berlin" (Serie), "Der Kriminalist" (Serie, alle 2013).

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