Im Sommer des Jahres 1943 ist Ostpolen fest in deutscher Hand. Auf den Straßen herrscht Unterdrückung und Gewalt. Die Zeiten sind hart. Mitten in dieser Phase lernen sich der polnische Lokomotivführer-Lehrling Romek (Filip Piotrowicz), die polnische Küchenhilfe Franka (Urszula Bogucka) und der junge Deutsche Soldat Guido (Jonas Nay) kennen.

Dieser wurde in das kleine Dorf strafversetzt, weil er "entartete" Musik hörte. Nach anfänglichen Unsicherheiten auf beiden Seiten nähern sich die drei immer mehr an. Romek und Guido werden Freunde, Franka verliebt sich in den Soldaten der Wehrmacht. Dass es diese Freundschaft nicht einfach haben wird, ist vorhersehbar.

Als es dann aber so weit ist, dass Guido zwischen Gefühlen und Gehorsam hin- und hergerissen ist, droht das Gefüge zu zerbrechen. Werden die drei eine Möglichkeit finden, allen Umständen zum Trotz ihre Beziehung aufrechtzuerhalten?
Dramatisch und emotional
Lange geht die Freundschaft der drei Hauptfiguren gut. Etwa zwei Drittel des Dramas verstreichen, bevor die Charaktere und auch die Zuschauer mehr als unsanft aus ihrem Idyll gerissen werden. Obwohl man bereits wusste – oder zumindest im Verlauf des Streifens die Vorahnung entwickelte – dass dort etwas nicht gut gehen kann, lässt man sich von den schönen Naturaufnahmen, der ersten Liebe und einer Geschichte deutsch-polnischer Freundschaft mitten im Krieg blenden.

Das letzte Drittel des Films ist auch deshalb so dramatisch, weil Regisseur Michal Rogalski seinen Figuren Zeit gab, sich in die Herzen der Zuschauer zu spielen. Eindrucksvoll und emotional leidet man mit ihnen und hofft, dass am Ende dennoch alles gut wird.