Stefan Kurt (l.) weiß, dass WW Möhring weiß, wer
die Täter sind. Der aber will nichts wissen

Tatort

KINOSTART: 25.05.2012 • Krimi • Deutschland (2012) • 150 MINUTEN
Lesermeinung
prisma-Redaktion
Originaltitel
Tatort Gutfleischstraße
Produktionsdatum
2012
Produktionsland
Deutschland
Laufzeit
150 Minuten

Ob es je einen Tatort gegeben hat, in dem so viel geprügelt, getreten, gespuckt wurde? Ich kann mich an keinen erinnern. Simone Thomalla und Martin Wuttke, die für die Tatort-Reihe in Leipzig unterwegs sind, werden zu den ­Ermittlungen eines Überfalls auf ein Ehepaar hinzugezogen. Die Frau liegt im Koma und hat, wie sich herausstellt, infolge der Tritte dreier Rowdys ihr Baby verloren; er (Stefan Kurt) ­hadert mit dem Schicksal und der Erfolglosigkeit der Polizei bei der Täter-Ermittlung. Ein Tatort mit Stefan Kurt, mit Wotan Wilke Möhring als Streifenpolizist und dem Ausnahmetalent Jonas Nay als einer der Rowdys, dazu Martin Wuttke, dem man immer gern zuschaut, lässt von vornherein eine außergewöhnliche Folge erwarten.

"Todesschütze", so der Titel, enttäuscht nicht. Dass ein Polizist ein Verbrechen kaschieren will, weil sein Sohn beteiligt war, ist klassische Tragödienware, und eine Tragödie entwickelt sich denn auch. Stefan Kurts Wandlung vom konfliktscheuen Kunstlehrer zum (unbeholfenen) Rächer mit Schießeisen ist zudem aller Ehren wert. Ein spannender, ja berührender Fall. So ganz verlassen wir aber auch in Leipzig das Terrain der Dutzendware Tatort nicht. Wer will und am Sonntag genau hinschaut, darf mir gern folgende Fragen beantworten:

  • Kann einem, der unter Parkinson leidet, ein komplizierter Fernschuss gelingen?
  • Woher weiß der Gerichtsmediziner, dass Stefan Kurth "ganz in der Nähe" des Todesschuss-Tatorts war?
  • Zu welchem dramaturgischen Zweck verschüttet WW Möhring im Streifenwagen Kaffee aus seiner Thermoskanne?
Detlef Hartlap

Foto: MDR/Junghans

Darsteller
Antonio Wannek
Lesermeinung
Ein ungewöhnlicher Typ: der Bochumer Kriminalkommissar Nikolas Heldt (Kai Schumann).
Kai Schumann
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Martin Wuttke
Lesermeinung
Maxim Mehmet in einer Doppelrolle in "66/67 -
Fairplay war gestern"
Maxim Mehmet
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Schauspielerin Simone Thomalla.
Simone Thomalla
Lesermeinung
Stefan Kurt
Lesermeinung
Schauspieler Jonas Nay als Spion Martin Rauch in "Deutschland 83".
Jonas Nay
Lesermeinung
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