Mario Van Peebles

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Berühmtheit des "Black Cinema": Mario Van Peebles
Mario Van Peebles
Geboren: 15.01.1957 in Mexico City, Mexiko

Mario Van Peebles, der Sohn des berühmten Regisseurs Melvin Van Peebles, ist ein echtes Multitalent. Er kann trotz seiner jungen Jahre nicht nur auf eine beachtliche Laufbahn als Schauspieler für Kino, Fernsehen und Theater zurückblicken, auch als Regisseur hat er sich mehrfach hervorgetan. Er inszenierte TV-Serien, Bühnenstücke und Musikvideos - und sein Spielfilm-Regiedebüt "New Jack City" (1990) ist einer der profitabelsten Filme, die Warner Bros. je herausgebracht hat. Außerdem verfasste Van Peebles Drehbücher und komponierte Musikstücke - acht Songs schrieb er allein für den Film "Rappin'", in dem er auch mitwirkte.

Sein Filmdebüt als Schauspieler gibt der junge Mario Van Peebles 1971 in "Sweet Sweetback's Baadasssss Song", einer sehr erfolgreichen unabhängigen Produktion, bei der sein Vater Melvin Regie führt. Zuvor tritt er in der TV-Serie "One Life to live" (1968) auf. Bevor Mario sich in den Achtzigerjahren erneut dem Kino zuwendet, studiert er zunächst Betriebswirtschaft an der Columbia University und arbeitet danach für die Stadt New York. 1984 darf er gleich in drei bemerkenswerten Filmen kleine Rollen übernehmen. In Ken Handlers "Delivery Boys" spielt er einen kleinen Möchtegern-Gangster, in Francis Ford Coppolas Hommage an vergangene Jazz-Zeiten "Cotton Club" tritt er kurz als Tänzer auf, und auch in "Exterminator 2" wirkt er mit.

Mit von der Partie ist er in dem Rap-Drama "Rappin'" (1985) von Joel Silberg. 1986 übernimmt er in Clint Eastwoods "Heartbreak Ridge" die Rolle des Stitch. "Identity Crisis" (1990) ist ein gemeinsames Werk von Vater und Sohn. Während Melvin den Film produziert, inszeniert und auch selbst mitwirkt, schreibt Mario das Drehbuch und übernimmt ebenfalls eine Rolle. Zwei Jahre nach Marios Regiedebüt "New Jack City" entsteht 1993 "Posse - Die Rache des Jessie Lee". Er inszeniert nicht nur diesen Western und übernimmt die Titelrolle, sondern betreut das Soundtrack-Album als ausführender Produzent und schreibt darüber hinaus einen der Songs, der von Vesta Williams gesungen werden.

1994 spielt er in dem belanglosen Action-Streifen "Gunmen" (Regie: Deran Sarafian) an der Seite von Christopher Lambert, mit dem er in "Highlander III" im gleichen Jahr erneut vor der Kamera stand. Van Peebles dritte Regiearbeit "Panter" erhält 1995 den Silbernen Leoparden. Der Film erzählt die Ursprünge der radikalen schwarzen Bürgerrechtsbewegung "The Black Panther" in den Jahren 1966-68. Ein bemerkenswertes Werk, das nicht die Anerkennung und Aufmerksamkeit erhielt, die es verdient hätte. Vater Melvin schrieb im übrigen das Drehbuch und den darauf basierenden Roman. 1996 entsteht "Killer Cops - Mörder in Uniform" - die erste gemeinsame Regiearbeit von Vater und Sohn. Hierbei übernimmt Mario, wie so oft, die Hauptrolle. Danach folgt "Love Kills". In dieser romantischen Komödie hat er eine Multifunktion: er inszeniert, schreibt das Drehbuch, produziert und steht vor der Kamera.

Inzwischen ist Van Peebles, wie sein Vater, einer der führenden Figuren im schwarzen US-Kino. Aber an einer solchen Kategorisierung ist er ganz und gar nicht interessiert: "Die Filme von schwarzen Regisseuren repräsentieren unglücklicherweise immer mehr als nur eine individuelle Vision. Wenn ein David-Lynch-Film durchfällt, ist das keineswegs der Tod des weißen Kinos. Aber für uns gelten eben andere Regeln." Weitere Filme mit Mario van Peebles: "Solo" (1996), "Tod einer Stripperin" (1997), "Valentine's letzter Einsatz" (1998), "Ali" (2001), "Man nannte sie George" (2002), "44 Minuten - Die Hölle von Nord-Hollywood" (2003), "Emeutes à Brooklyn" (2004), "Carlito's Way - Weg zur Macht" (2005), "Hard Luck" (2006, auch Regie), "Sharpshooter - Der letzte Auftrag" (2007).


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