Als Kenji 1995 bei einem Giftgas-Anschlag in der Tokioter U-Bahn ums Leben kommt, erinnert er sich sterbend an die Worte seiner Ex-Freundin Haruka: "Was dauert länger? Die Zeit vor der Geburt oder die Zeit nach dem Tod?" Dass Haruka nach ihrer Trennung nachts anschaffen ging, wusste er nicht. Manchmal hat sie sich in seine frühere Wohnung geschlichen, wo jetzt ein junges Paar lebt. 1997 wird sie von einem Freier erwürgt ...

Fünf ineinander verwobene Episoden voller sexueller Ausschweifungen und Partnertausch unter Tokioter Jugendlichen, deren Schicksal nur auf den ersten Blick mit dem Kenjis und Harukas verknüpft ist. Regisseur Takahisa Zeze wollte in seinem schrägen "Pink Cinema"-Werk wohl zeigen, dass sich explizite erotische Darstellungen (die viele Zuschauer als pornographisch empfinden dürften) durchaus mit einem philosophischen Diskurs über Sex und Tod verbinden lassen. Allerdings wirken diese essenziellen Fragenstellungen in Rahmen der mit Wackelkamera eingefangenen Kopulationsbilder reichlich aufgesetzt und oberflächlich.

Foto: ZDF/Kôichi Saitô