Da staunt Evies Mutter nicht schlecht, als sie früher als erwartet heimkehrt und ihre wohlbehütete Tochter mit dem rebellischen Waisenmädchen Randy als Liebespärchen im Bett vorfindet. Die beiden Girls fliehen Hals über Kopf in ein Motel, doch Ruhe finden sie nicht. Bald stehen alle Verwandten vor der Tür, um sich über das junge Glück zu ereifern.

Maria Maggentis leicht autobiographischer Debütfilm erzählt die Geschichte einer nur etwas anderen Teenager-Romanze. Das Romeo-und-Julia-Thema wird quasi auf die lesbische Liebe übertragen. Herausgekommen ist aber kein Lesben-Film. Mit diesem Begriff kann Maggenti nichts anfangen. "Mein Film handelt von der ersten Liebe und wie sich alles verändert, wenn man zum ersten Mal verliebt ist." Die beiden Hauptprotagonisten in dieser Low Budget-Produktion (60000 Dollar, 21 Tage Drehzeit, New York) spielen frisch und unverkrampft. Die Regie hielt für sie zwei unterschiedliche Rollen bereit: Evie mimt die behütetete Tochter aus einer Bankiersfamilie, Randy kommt aus eher bescheidenen Verhältnissen, gibt sich rebellisch, ehrlich und direkt. Über ihre Gefühle ist sie sich im Gegensatz zu Evie längst im Klaren. So dient diese heitere Lesbenromanze auch als Spiegel unterschiedlicher Gesellschaften und ihren verbohrten Ansichten.