Alan Parker

Alan Parker
Geboren: 14.02.1944 in London, England, Großbritannien
Sternzeichen: Wassermann

Das orginelle Werk "Bugsy Malone", den Alan Parker 1975 schrieb und inszenierte, war sein Kinofilm-Debüt. Diese musikalische Hommage an die Gangsterfilme der 20er Jahre war ausschließlich mit Kindern besetzt. Der Film erhielt acht Nominierungen für den British Academy Award und gewann davon fünf. Das nächste Werk Parkers war der kontrovers diskutierte "Midnight Express" (1977), der sechsmal für den Oscar nominiert wurde - darunter auch beste Regie - und zwei Oscars erhielt, ebenso wie sechs Golden Globes und vier Auszeichnungen von der Britischen Film Akademie.

1979 feierte er mit seinem Musikfilm "Fame - Der Weg zum Ruhm" die Jugend und die Künste. Wiederum gewann Parker: zwei Oscars bei sechs Nominierungen. Außerdem erhielt er vier Golden-Globe-Nominierungen. 1981 führte Parker bei zwei Filmen Regie: "Du oder beide" mit Diane Keaton und Albert Finney, seinem bislang persönlichsten Werk, sowie bei "Pink Floyd - The Wall", der Spielfilmadaption des extrem erfolgreichen Rockalbums, die bereits als Klassiker des Genres gilt. Nach dem Roman von William Wharton inszenierte Parker 1984 "Birdy" mit Nicolas Cage und Matthew Modine. Der Film erhielt 1985 den Grand Prix Special Du Jury bei den Filmfestspielen in Cannes.

Parkers nächstes Werk "Angel Heart" (1986) mit Mickey Rourke, Robert De Niro und Lisa Bonet entfesselte einen Sturm der Empörung. Er erhielt von der MPAA zunächst das Höchstrating "X" (frei nicht unter 18 Jahren). 1988 folgte das Civil-Rights-Drama "Mississippi Burning - Die Wurzel des Hasses" mit Gene Hackman und Willem Dafoe, und wieder Nominierungen am laufenden Meter. Sieben Oscar-Nominierungen erhielt der Film, darunter die für die beste Regie. Schließlich gewann der Film einen Oscar für die beste Kameraarbeit. Zudem erhielt Parker vom National Board of Review den D.W. Griffith Award für seine Regieleistung. Der Film wurde weiter für fünf British Academy Awards nominiert, von denen er drei gewann. Er erhielt auch den Silbernen Bären der Berliner Filmfestspiele.

Mit "Komm und sieh das Paradies" drehte Parker 1989 eine Liebesgeschichte (mit Dennis Quaid und Tamiyn Tomita) vor dem Hintergrund der Internierung von japanisch-stämmigen Amerikanern während des Zweiten Weltkriegs. "Die Commitments" (1991), ein Film über eine junge Soulband der irischen Arbeiterklasse, bescherte Parker den Regiepreis beim Tokio Film Festival sowie British Academy Awards für Schnitt, Drehbuch, Regie und den besten Film.

Für die BBC führte Parker 1974 Regie bei dem Fernsehfilm "The Evacuees" nach einem Buch von Jack Rosenthal. Damit gewann er den International Emmy Award und einen BAFTA Award für die beste Regie. Um 1984 das "Britische Filmjahr" zu feiern, schrieb und inszenierte er die provokative Dokumentation "A Turnip Head's Guide To The Cinema". Parker machte sich über das britische Filmetablissment und die Filmkritiker her und gewann den British Press Guild Award für die beste Dokumentation des Jahres. Alan Parker schreibt zudem Romane und ist der Autor des Bestsellers "Bugsy Malone", den er von seinem eigenen Drehbuch adaptierte, sowie "Puddles In The Lane", der 1977 veröffentlicht wurde. Ein Kompendium seiner satirischen Eartoons mit dem Titel "Hares In The Gate" erschien 1982.

Parker ist außerdem Gründungsmitglied der Director's Guild of Great Britain. Er hat auch Vorlesungen an Filmschulen rund um den Erdball gehalten. 1985 wurde Alan Parker von der Britischen Akademie mit dem ruhmreichen Michael Balcon-Award für herausragende Verdienste um das britische Kino geehrt. Parkers jüngere Werke waren die Gesundheitspersiflage "Willkommen in Wellville" (1994), das Madonna-Musical "Evita" (1996) um das Leben der Argentinierin Evita Peron, das Drama "Die Asche meiner Mutter" und 2002 "Das Leben des David Gale". 2000 ehrte er den Kollegen Kubrick in der Dokumentation "Stanley Kubrick - Ein Leben für den Film".


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