Garry Marshall

Lesermeinung
Geboren
13.11.1934 in New York, USA
Gestorben
19.07.2016 in Burbank, Kalifornien, USA
Sternzeichen
Biografie

Garry Marshall studierte Journalistik, begann beim Fernsehen und machte sich in den Sechzigerjahren als Autor und Produzent von Sitcoms einen Namen, so etwa mit der "Dick Van Dyke Show" (mit seinem Partner Jerry Belson) und "Happy Days". Von 1970 bis 1975 war er maßgeblich an der Serie "Männerwirtschaft" mit Jack Klugman und Tony Randall beteiligt. Erst in den frühen Achtzigerjahren inszenierte er seine ersten Kinofilme.

Davor produzierte er die Kinofilme "Der türkisfarbene Bikini" (1969) mit James Garner und Debbie Reynolds sowie im gleichen Jahr "Jung, hübsch und hemmungslos" (1970) mit Jacqueline Bisset und Joseph Cotton, beide inszeniert von Jerry Paris. Garry Marshall schrieb zum Teil an den Drehbüchern mit. Er war der Bruder der Schauspielerin und Regisseurin Penny Marshall, deren Fernsehserie "Laverne and Shirley" er produzierte.

1982 drehte er seinen ersten Spielfilm "Küss mich, Doc!", 1984 "Flamingo Kid", 1986 "Nothing in Common - Sie haben nichts gemeinsam" und 1987 "Overboard - Ein Goldfisch fällt ins Wasser". 1988 gelang ihm mit "Freundinnen - Die Logik des Lebens" (Beaches) ein in Ansätzen interessanter Film, der vor allem wegen seiner beiden Hauptdarstellerinnen Bette Midler und Barbara Hershey Aufmerksamkeit verdient. Erzählt wird die Geschichte zweier ganz unterschiedlicher Frauen, deren zufällige Freundschaft für beide in ihrem Alltag zur großen Kraftreserve wird. Zwar reichert der Film den realistischen Ablauf mit Kitsch an, doch kommt es immer wieder zu starken Momenten.

1989 gelang Garry Marshall mit "Pretty Woman" die perfekte Hollywood-Unterhaltung, indem er den klassischen Pygmalion-Stoff in einer herrlichen Melange aus Komödie, Melodram und Märchen auf die Leinwand zauberte. Richard Gere und Julia Roberts sind das Traumpaar. Auf dem Hollywood-Boulevard trifft der stinkreiche, knallharte Businessman Edward Lewis auf das grelle Schmollmündchen Vivian Ward. Er engagiert sie für 3000 Dollar Wochenlohn als Gesellschafterin für Bett und Parties, und verlangt nur, dass sie salonfähig wird. Das allerdings ist gar nicht so einfach, denn in den vornehmen Bekleidungshäusern meint man mit unverstellter Verachtung, die Dame habe sich in der Adresse geirrt. Doch Vivian ist nicht auf den Kopf gefallen, sie schafft es nicht nur, die Achtung des Geschäftsführers im Nobelhotel zu gewinnen, sondern auch die Herzen der Kinozuschauer zu erobern. Und schließlich beeindruckt sie ihren Arbeitgeber mit der Zeit so sehr, dass er nicht nur echte Gefühle für das kluge schöne Mädchen empfindet, sondern auch den getrübten Blick auf die Umwelt verliert: Er wirft seinen Geschäfts- und Rechtsberater kurzerhand raus und tut sich mit dem noblen alten Herren, den er eben noch ausnehmen wollte, zusammen. Und am Ende schwingt er sich noch wie einst Romeo zu seiner Julia am Haus der Liebsten empor. Doch zum strahlenden Ende lässt der Film keinen Zweifel: "Das ist Hollywood", murmelt der schwarze Pennbruder unten auf der Straße.

"Frankie und Johnny" (1991) erzählt ähnlich originell von einem Betrüger, der als Koch arbeitet und sich in eine hübsche Kellnerin verliebt. Al Pacino und Michelle Pfeiffer spielen vor dem Hintergrund von New York die ganze Skala der Vereinsamung des Menschen in der Großstadt durch. Eine Enttäuschung schließlich war "Undercover Cops" (1994) über ein Polizistenpärchen, das in einem anrüchigen Ferienclub recherchiert. Weitere Filme als Regisseur waren die ebenfalls untaugliche Komödie "Hilfe, ich komm' in den Himmel" (1996) mit Greg Kinnear, "Ganz normal verliebt", "Die Braut, die sich nicht traut" (1999, wieder mit Gere und Roberts), "Plötzlich Prinzessin!" (2001) mit Julie Andrews, "Liebe auf Umwegen", "Plötzlich Prinzessin 2" (beide 2004) sowie die Episodenfilme "Valentinstag" (2010) und "Happy New Year" (2011).

Als Schauspieler sah man Marshall 1991 in Michael Hoffmans "Lieblingsfeinde - Eine Seifenoper" (1991) mit Kevin Kline und Sally Field, sowie in Filmen seiner Schwester Penny: 1986 in "Jumpin' Jack Flash" und 1992 in "Eine Klasse für sich" mit Geena Davis und Tom Hanks. Auch in Kenny Ortegas "Hocus Pocus" (1992) mit Bette Midler und in "Ungeküsst" (1999) ist er dabei. Außerdem spielte er 2001 in "Nix wie raus aus Orange County". Garry Marshall, der Spezialist für romantische Komödien, verstarb am 19. Juli 2016 im Alter von 81 Jahren an einer Lungenentzündung, die er nach einem Schlaganfall erlitten hatte.

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