Die Berliner Parkanlage Hasenheide, einst Heimat von Hasen, die von Friedrich Wilhelm von Brandenburg, dem Großen Kurfürsten, erlegt wurden, rückte zuletzt als Umschlagplatz für weiche Drogen wie Haschisch und Marihuana ins Bewusstsein der breiten Öffentlichkeit. Das der rund 55 Hektar große, zwischen Neukölln und Kreuzberg gelegene Park weitaus mehr ist, ist möglicherweise Nicht-Berlinern weniger bekannt. Denn hier gibt es nucht nur ein Freiluftkino, ein Tiergehege, eine Minigolfanlage, ein Rosengarten, mehrere Spielplätze und eine Hundewiese, sondern auch eine Skateboard-Anlage sowie Plätze für Rollhockey und Basketball. Und Fußball kann man natürlich auch überall spielen, wenn der Rasen nicht gerade von Nudisten und Grill-Touristen belegt ist ...

Filmemacherin Nana A.T. Rebhan, Absolventin der Deutsche Film- und Fernsehakademie Berlin und selbst in Berlin-Neukölln wohnhaft, drehte diese skurrile Hommage an den beliebten Freizeitpark, in dem sich Hundefrauchen und Fußballspieler, Türken und Nudisten, Papageien und andere komische Vögel ein Stelldichein geben. Für diese Menschen ist die Hasenheide Sportplatz, Kneipe, Wohnzimmer, Laufsteg und Multifunktionsarena, wo jeder sein Eckchen und Fleckchen findet.


Trailer "Berlin: Hasenheide"


Foto: Alfaville