Marthe Cohn war während es Zweiten Weltkriegs als Spionin aktiv.
Eine Spionin, die Humor besitzt: "Chichinette - Wie ich zufällig Spionin wurde" ist das Porträt einer ungewöhnlichen Frau.

Chichinette - Wie ich zufällig Spionin wurde

KINOSTART: 17.09.2020 • Dokumentarfilm • D (2019) • 85 MINUTEN
Lesermeinung
Originaltitel
Chichinette : ma vie d'espionne
Produktionsdatum
2019
Produktionsland
D
Laufzeit
85 Minuten
Regie

Filmkritik

Ein Leben als Mahnung

Während des Zweiten Weltkriegs spionierte Marthe Cohn im Dienste Frankreichs den deutschen Feind aus. "Chichinette – Wie ich zufällig Spionin wurde" erzählt die Geschichte der heute 100-Jährigen.

Nach dem Krieg hätten alle geschwiegen, erinnert sich Marthe Cohn. Also schwieg auch sie. Jahrzehntelang. Bis es nicht mehr ging und sie schließlich doch erzählten wollte, erzählen musste, was sie damals erlebt hatte. Die Schwester der französischen Jüdin wurde von den Nazis in Auschwitz ermordet, sie selbst konnte mit ihrer Familie nach Südfrankreich fliehen. 1944, Cohn war 24 Jahre alt, schloss sie sich dem Widerstand an. Weil sie, die an der Mosel aufgewachsen war, so gut Deutsch sprach, sollte sie fortan als Spionin arbeiten. Martha Ulrich nannte sich die kleingewachsene Frau nun, und nach mehreren vergeblichen Versuchen gelang es ihr schließlich, dem deutschen Feind wichtige Informationen zu entlocken, etwa zur Stellung deutscher Truppen im Schwarzwald.

Der Dokumentarfilm "Chichinette – Wie ich zufällig Spionin wurde" erzählt nun von der unglaublichen Lebensgeschichte der heute 100-Jährigen, die seit Jahren um die Welt reist, um zu berichten, was sie im Krieg erlebte. Sie mache das nicht nur, um Geschichtsunterricht zu geben, erklärt Marthe Cohn, sondern auch, um zu mahnen. So sieht das auch Regisseurin Nicola Hens. Sie sagt: "Angesichts der aktuellen Debatten um den Umgang mit Geflüchteten, offen geäußertem Rassismus und vermehrter Skepsis gegenüber einem geeinten Europa erscheinen Marthes existentielle Lebenserfahrungen wieder aktueller denn je."


Quelle: teleschau – der mediendienst GmbH

Weitere Darsteller

BELIEBTE STARS

Nicht ganz so erfolgreich wie sein Vater: Jared Harris.
Jared Harris
Lesermeinung
Schon lange in Hollywood angekommen: Rade Serbedzija
Rade Serbedzija
Lesermeinung
Verkörperte schon das halbe Lexikon: Anthony Hopkins.
Anthony Hopkins
Lesermeinung
HipHop-Superstar und Schauspieler: LL Cool J
LL Cool J
Lesermeinung
Michael York - der englische Gentleman - in
"Rosamunde Pilcher - Vier Jahreszeiten"
Michael York
Lesermeinung
Rita Russek spielt oft Dauerrollen
Rita Russek
Lesermeinung
Schauspieler mit Wrestling-Vergangenheit: Dwayne "The Rock" Johnson.
Dwayne Johnson
Lesermeinung
Andreas Hoppe als Tatort-Kommissar Mario Kopper
Andreas Hoppe
Lesermeinung
Spielt gern den harten Kerl: Vin Diesel.
Vin Diesel
Lesermeinung
War auch als Rap-Sänger erfolgreich: Mark Wahlberg.
Mark Wahlberg
Lesermeinung
Sunnyboy und Oscar-Preisträger aus Wales: Christian Bale.
Christian Bale
Lesermeinung
Gab sein Leinwand-Debüt bereits 1977: Mel Gibson.
Mel Gibson
Lesermeinung