Welcher politisch inkorrekte Mensch hat den 
schwulen Mr. Cairo (Peter Lorre, r.) so 
zugerichtet?   

Die Spur des Falken

KINOSTART: 01.01.1970 • Detektivfilm • USA (1941) • 101 MINUTEN
Lesermeinung
prisma-Redaktion
Originaltitel
The Maltese Falcon
Produktionsdatum
1941
Produktionsland
USA
Budget
375.000 USD
Einspielergebnis
1.000.000 USD
Laufzeit
101 Minuten
Regie

Der zynische Sam Spade und sein Partner Miles Archer arbeiten als Privatdetektive in San Francisco. Eines Tages taucht bei ihnen eine junge Frau auf, die einen Mann beschatten lassen will. Der vermeintliche Routinefall entpuppt sich als tödliche Falle: Archer wird erschossen. Sam Spade geht der Sache nach und findet eine Gruppe skrupelloser Verbrecher, die einer wertvollen Falken-Statuette nachjagen.

Ein großer Klassiker des film noir: John Hustons Regie-Debüt nach einem Roman von Dashiell Hammett ist ein Meilenstein in der Geschichte des Kriminalfilms. Der Held ist kein sympathischer Strahlemann, sondern ein mieser Knochen. Zum Tod seines Freundes fällt ihm nur ein, man möge seinen Namen von der Bürotür abkratzen lassen. Und am Ende liefert er die Frau, die ihn liebt, eiskalt der Polizei aus, um seinen eigenen Hals zu retten. Durchweg erstklassig ist die Besetzung: Bogart prägte mit seiner Darstellung bis heute das Bild des Detektivs als einsamer Großstadtwolf, Sydney Greenstreets pompöse Erscheinung gibt einen grandiosen Schurken ab, Mary Astor brilliert als undurchsichtige Schönheit, Elisha Cook jr. ist als verweichlichter Killer mit schweren Komplexen Bogarts Lieblingszielscheibe, und Peter Lorre hat als schwuler Mr. Cairo einen seiner prägnantesten Leinwandauftritte. Schwachpunkt der deutschen Fassung ist die 60er-Jahre-Big-Band-Dudelmusik, die mit dem Original-Score von Adolph Deutsch nichts zu tun hat und besser in einen Edgar-Wallace-Film passen würde. (Alternativtitel: "Der Malteser Falke")

Foto: Warner

Darsteller

Humphrey Bogart in "Sahara"
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Peter Lorre
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