Fliehendes Land

KINOSTART: 28.10.2004 • Kurzspielfilm • Deutschland (2004) • 47 MINUTEN
Lesermeinung
Originaltitel
Fliehendes Land
Produktionsdatum
2004
Produktionsland
Deutschland
Laufzeit
47 Minuten
Der 19-jährige Pierre war vor drei Stunden noch in Berlin, zu Hause, jetzt steht auf dem riesigen Parkplatz des Autobahnrasthofs; er friert ein wenig, während er dem Bus hinterher schaut. Der Bus fährt nach Polen, in ihm sitzt sein Jahrgang, die letzte Klassenfahrt vorm Abi. Ob sie Pierre vergessen haben, ob Pierre vergessen werden wollte, er weiß es nicht. Ziellos schlendert er über den Parkplatz, lässt sich treiben, will nicht über den nächsten Schritt nachdenken. Doch die Zeitlosigkeit, in der sich Pierre wiegt, hält nicht lange an: Im Abseits des Rastplatzes sieht er, wie eine Frau - die 27-jährige Ellen - ihren Freund gepfeffert aus ihrem Transporter schmeißt. Ellen wirkt überlegen, selbstbewusst, voller Energie und ein bisschen verrückt. Pierre beobachtet sie fasziniert, bis sie sich plötzlich umdreht. Ellen sieht genau in seine Richtung, Pierre weicht verlegen ihrem forschen Blick aus. Ellen überlegt kurz, dann ruft sie ihm zu, ob er mitfahren möchte, nach Berlin. Schon am nächsten Rastplatz schläft Pierre mit Ellen, verliert sie, findet sie wieder, um sie wieder zu verlieren. Aus der vermeintlich kurzen Rückfahrt nach Berlin wird ein Trip durch ein Spannungsfeld der Gefühle, ein ständiger Wechsel zwischen der brennenden Sehnsucht nach Nähe und dem Bedürfnis nach Distanz. Pierre wird von Ellen in einen Strudel aus exzessivem Lebensgefühl und Selbstzerstörung gerissen. Ellen ist eine Grenzgängerin ohne Halt, ein brennender Diamant, für den Pierre schließlich alles tun würde. Nie hätte Pierre sich träumen lassen, dass er keine zwei Tage später vor Ellens Vater steht, um von ihm 150.000 Euro für dessen vermeintlich entführte Tochter zu erpressen. Zwei Tage sind einfach eine verdammt kurze Zeit, um erwachsen zu werden.

Darsteller

Jacob Matschenz
Lesermeinung

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