Hedda (Katharina Schüttler) in modernem Gewande
Hedda (Katharina Schüttler) in modernem Gewande

Hedda Gabler

KINOSTART: 26.04.2006 • Theaterverfilmung • Deutschland (2006) • 120 MINUTEN
Lesermeinung
prisma-Redaktion
Originaltitel
Hedda Gabler
Produktionsdatum
2006
Produktionsland
Deutschland
Laufzeit
120 Minuten
Gegen ihre Neigung hat sich Hedda mit dem aufstrebenden Historiker Jørgen Tesman für ein Leben nach bürgerlichen Prinzipien entschieden. Ihre eigentliche Liebe, Eilert Løvborg, der in dubiosen Clubs seinen glänzenden Intellekt mit Drogen betäubte, bot finanziell und gesellschaftlich keine Perspektive. Als Hedda ernüchtert aus den Flitterwochen zurückkehrt, merkt sie, dass Løvborg unterdessen solide geworden ist und ein Aufsehen erregendes kulturgeschichtliches Buch geschrieben hat. Tesmans einst aussichtsreiche Berufung zum Professor erscheint damit mehr als fraglich. Hedda läuft Amok. Sie verhöhnt skrupellos ihren Ehemann, hintergeht ihn mit dem Hausfreund Brack und treibt Løvborg in den Selbstmord...

In seinem 1891 am Hoftheater in München uraufgeführten Stück "Hedda Gabler" unternahm Henrik Ibsen einen Angriff auf das Bürgertum. Im Ibsen- und Freud-Jahr 2006 verbindet Thomas Ostermeiers Inszenierung die Ibsen-Variante einer vor Langeweile implodierenden Gesellschaftsschicht mit Freuds böser Vorahnung, es könnte sich um viel tragischeres handeln, als um die bloße Ablehnung bürgerlicher Konventionen. Mit dem Gesicht eines eiskalten Engels und blecherner Stimme zeichnet Katharina Schüttler die Titelheldin mit undurchdringlicher Kühle, einer schnippisch-ungerührten, fast autistischen Gleichmütigkeit, und zieht zugleich lässig die Strippen. Heddas Welt "verrutscht" dabei mehr und mehr, katapultiert sich aus der Achse des beschaulichen Heims in eine kaleidoskopisch zersplitterte Scheinwelt. Zuletzt kann Hedda ihr selbstgebautes Gefängnis nicht sprengen, ohne sich selbst zu zerstören: Wenn sie sich am Ende erschießt, ohne dass man in ihrem Umfeld Notiz davon nimmt, ist dies eine doppelte Detonation mit kräftigem Nachhall. Anknüpfend an seinen "Nora"-Erfolg markiert die Inszenierung von Thomas Ostermeier einen Höhepunkt zeitgenössischer Ibsen-Interpretation, 100 Jahre nach dessen Tod am 23. Mai 1906.

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