War das schon so etwas wie ein Zeichen? Der Mann, der Tom Cruise vor knapp einem Jahr seinen Ehrenoscar überreichte, war kein Geringerer als Alejandro González Iñárritu – einer der angesehensten Filmemacher der Gegenwart, selbst gefeierter Oscargewinner mit "Birdman" (2014) und dann "The Revenant" (2015), dem Film, mit dem auch Leonardo DiCaprio nach so vielen vergeblichen Anläufen endlich seinen Oscar gewann. Was wäre das nur für eine Geschichte, wenn es nun für Tom Cruise bei seiner ersten Zusammenarbeit mit Iñárritu genauso liefe?
Als Digger Rockwell spielt Tom Cruise die Hauptrolle in "Digger", dem ersten englischsprachigen Film von Alejandro González Iñárritu seit "The Revenant". Der Regisseur habe die Idee zu seinem neuen Film über Jahre mit sich herumgetragen, ehe es konkret wurde und er mit Cruise den idealen Darsteller fand. Cruise seinerseits darf als exzentrischer Öl-Tycoon Digger Rockwell endlich mal wieder, was selten genug vorkommt, seine schräge, durchgeknallte, nicht so perfekte Seite zeigen.
Der titelgebende "Digger" hat mit Erdöl ein Vermögen verdient, er ist der mächtigste Mann der Welt. Aber leider steht die Welt jetzt an einem Abgrund. Klimakollaps, Gesellschaftskollaps, Wirtschaftskollaps, Atommüll, es sieht nicht gut aus. Digger selbst trägt einen Großteil der Verantwortung für die globale Misere, er soll die Sache jetzt auch wieder in Ordnung bringen. So beginnt die große Tom-Cruise-Show in einem skurrilen 125-Millionen-Dollar-Kunstfilm. In Nebenrollen sind unter anderem auch John Goodman (als US-Präsident), Sandra Hüller und Jesse Plemons an dem Projekt beteiligt.