Reri und Matahi leben als junges Liebespaar glücklich auf einer Südsee-Insel. Als Reri zur Priesterin bestimmt und dadurch für alle Männer tabu wird, müsste sie sich von Matahi trennen. Das Liebespaar wehrt sich jedoch gegen das Stammestabu. Sie glauben, dass ihre Liebe stärker und wichtiger ist. Doch ihr Aufbegehren findet kein Gehör. So ziehen die Liebenden die Flucht der Trennung vor und landen auf einer anderen Insel, wo sich Matahi als Perlentaucher verdingt. Auch dort werden sie aufgespürt. Um Matahis Leben zu retten, besteigt Reri freiwillig das Schiff, das sie abholen soll. Matahi versucht, das Boot einzuholen, findet aber den Tod in den Wellen.

Der letzte Film von Murnau wurde in der Südsee an Originalschauplätzen gedreht. Der Film wurde zu einer ungewöhnlichen und poetischen Mischung aus Spielfilm und ethnografischer Studie. Unzufrieden mit den ewigen Bevormundungen seitens der Produzenten hatte Murnau zuvor vorzeitig seinen Fünf-Filme-Vertrag mit der Fox geborchen. Mit Dokumentarfilmer Robert Flaherty ("Nanuk, der Eskimo") bereiste Murnau die Südsee - vorher kaufte er einen Zweimaster und legte das Kapitänspatent ab. Während der Dreharbeiten kam es zwischen Murnau und seinem langjährigen Partner Flaherty allerdings zum Bruch. Murnau stellte das Werk allein fertig, bekam aber später extreme Schwierigkeiten mit der Zensur, weil viele Inselbewohnerinnen nackt zu sehen waren. Noch vor der Premiere des Films verunglückte Murnau auf einer Autofahrt und starb am 11. März 1931 in einer Klinik in Santa Barbara, Kalifornien.

Foto: ZDF