Giulia ist die Verlobte eines geständigen und reuigen Mitglieds der Roten Brigade, eines Terroristen, der nichts mehr wünscht, als nach seiner Entlassung aus dem Gefängnis mit ihr ein normales bürgerliches Leben zu führen. Aber Giulia verliebt sich in Andrea , einen Schüler, der gerade dabei ist, sein Abitur zu machen. Von nun an verbringt Andrea Tage und Nächte in Giulias Wohnung, die sie gerade für ihre Hochzeit möbiliert.

Marco Bellocchios mit reichlich Politgeschwafel aufgeschwemmte Schmonzette sorgte seinerzeit für ein gewaltiges Rauschen im Blätterwald: Der Regisseur hatte von seiner aufstrebenden Hauptdarstellerin eine komplette, ungestellte und gut sichtbare Fellatioszene gefordert - und bekommen. Für Maruschka Detmers' Karriere hatte die Szene katastrophale Folgen. War sie schon unter Jean-Luc Godard in "Vorname Carmen" um Nacktauftritte nicht verlegen, drängte sie "Teufel im Leib" endgültig in die Schmuddelecke: Vernünftige Rollenangebote blieben fortan aus. Da nutzte es auch nichts, wenn Bellocchio seine schwüle Plotte mächtig auf hehre Kunst trimmte. Im großen und ganzen regiert die pure Ödnis. Alle warten auf die besagte Szene, und wenn sie dann kommt, taugt sie nichts.