Rory (Jacob Tremblay) hat die Aliens versehentlich auf die Erde gelockt. Papa Quinn (Boyd Holbrook, links) muss es nun richten.
Das Grauen kehrt zurück: "Predator - Upgrade" ist der jüngste Teil der Horrorreihe.

Predator - Upgrade

KINOSTART: 13.09.2018 • Action • USA (2018) • 107 MINUTEN
Lesermeinung
prisma-Redaktion
Originaltitel
The Predator
Produktionsdatum
2018
Produktionsland
USA
Filmstudio
Davis Entertainment, TSG Entertainment, 20th Century Fox, Canada Film Capital
Budget
88.000.000 USD
Einspielergebnis
160.542.134 USD
Laufzeit
107 Minuten
Regie
Shane Black
Music
Henry Jackman
Kamera
Larry Fong, Dean Heselden, Ian Seabrook, Brad McGregor, Doane Gregory, Junichi Hosoi, Kimberly French, Sean M. Harding

Filmkritik

Horror-Film mit Trash-Appeal
von Christopher Diekhaus

Shane Black lässt in "The Predator" altbekannte Monster wieder aufleben. Der Film von 2018 ist eine Fortsetzung der 1987 gestarteten "Predator"-Reihe.

Neuauflagen und Fortsetzungen alter Stoffe haben in Hollywood seit Jahren Hochkonjunktur. Besonders umtriebig geht es im Horrorgenre zu, das ununterbrochen Remakes und Sequels hervorbringt. Eine Auffrischung bekommt nun auch die 1987 von John McTiernan begründete "Predator"-Reihe, die in bislang drei Filmen von der tödlichen Bedrohung durch hoch entwickelte außerirdische Jäger erzählt. Nimmt man die beiden Crossover-Produktionen "Alien vs. Predator" und "Alien vs. Predator 2" hinzu, kommt die düster-unheimliche Actionsaga sogar auf fünf Kapitel.

Dass ausgerechnet Shane Black ("The Nice Guys") das neue Abenteuer inszenieren durfte, passt wie die Faust aufs Auge. Immerhin trat der Schauspieler, Regisseur und Drehbuchautor einst in McTiernans Ursprungswerk als Mitglied einer von Arnold Schwarzenegger angeführten militärischen Spezialeinheit in Erscheinung.

In "Predator – Upgrade" ermöglicht der kleine Rory McKenna (sträflich unterfordert: "Raum"-Star Jacob Tremblay) den titelgebenden, technologisch weit überlegenen Alien-Kreaturen versehentlich eine Rückkehr auf die Erde. Um die Menschheit vor einer Katastrophe zu bewahren, stellt sich Rorys Vater Quinn (Boyd Holbrook) mit einer bunt zusammengewürfelten Truppe aus psychisch labilen Ex-Soldaten und einer Biologin (Olivia Munn) den grausamen Jägern entgegen, die sich mit der DNA einer anderen Spezies aufgerüstet haben und daher noch klüger und gefährlicher sind als je zuvor.

Gebremst wurde die Erwartungshaltung an Blacks "Predator"-Reboot, als die Macher im Anschluss an Testvorführungen umfangreiche Nachdrehs beschlossen. Dem Vernehmen nach ließ man unter anderem das komplette Finale austauschen, um den Film noch mitreißender zu gestalten. Tatsächlich erweist sich Blacks Reihenfortsetzung als höchstens sporadisch fesselnde Actionsause mit kräftigem Humoranstrich. Obwohl fast die komplette Handlung im Dunkeln spielt, will leider – anders als im Original von 1987 – keine umfassend bedrohliche Atmosphäre aufkommen, was sicher auch an der nicht vollends gelungenen Darstellung der außerirdischen Antagonisten liegt. Trotz eines überzeugenden Monsterdesigns lassen die Jäger eine besonders furchteinflößende Aura vermissen und fallen eher in die Kategorie der funktionalen Bösewichte.

Die alles andere als zimperlichen Kampfsequenzen – Körper werden des Öfteren zerteilt – sind routiniert in Szene gesetzt, haben aber nur wenige wirklich erinnerungswürdige Ideen zu bieten. Besonders hervorstechend ist die typische Shane-Black-Komik, die sich wie ein roter Faden durch die Wortgefechte des von Quinn angeführten dysfunktionalen Soldatenhaufens zieht. Neben einigen wirklich gelungenen Onelinern, die der absurden Gesamtsituation gebührend Rechnung tragen, bemüht das Drehbuch allerdings auch eine Reihe platter Witze und himmelschreiend dämlicher Dialoge.

Die Geschichte und ihre Figuren bleiben – standesgemäß, möchte man sagen – auf grobe Striche reduziert, wobei es fast schon wieder lustig ist, wie beliebig der Film mit Stichworten und Charakterklischees um sich wirft. Ein Vater-Sohn-Konflikt wird angedeutet, aber im Handumdrehen wieder aufgelöst. Rorys Autismus entpuppt sich als plumper Erzählkniff, bei dem auch die fiesen Schulmobber nicht fehlen dürfen. Baxleys (Thomas Jane) Tourette-Erkrankung dient lediglich als Running Gag. Und selbst der Klimawandel findet kurz Erwähnung, ohne dass dadurch ein reizvoller Überbau entstehen würde.

Während der erste "Predator" noch als Parabel auf das Trauma des Vietnamkrieges gelesen werden konnte, ist Blacks Fortsetzung bloß ein knallig-augenzwinkerndes B-Movie mit Trash-Appeal und deutlich geringerem Schockpotenzial.


Quelle: teleschau – der Mediendienst

Darsteller

Bereits als Kind auf der Leinwand: Jake Busey
Jake Busey
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Jacob Tremblay kann in seinen jungen Jahren auf eine beachtliche Film-Karriere zurückschauen. Alle Infos zu dem Schauspieler gibt es im Porträt.
Jacob Tremblay
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