Eine Gruppe von schwulen Terroristen plant eine spektakuläre Entführung. Ihr Opfer ist Patrick, Sohn eines schwerreichen deutschen Bankers. Sie ahnen jedoch nicht, dass ihre Geisel völlig wertlos ist: Clydes Vater will nichts von seinem missratenen, homosexuellen Sohn wissen. Unterdessen predigt Gudrun, die Chefin der Aktivisten und glühende Anhängerin Wilhelm Reichs, innerhalb der Gruppe unverdrossen ihre Thesen: Monogamie sei nur ein bürgerliches Konstrukt und Heterosexualität "Opium fürs Volk". Darum zwingt sie ihre männlichen Mitkämpfer zum Sex untereinander, nur so könnten sie ihre Berufung zum Revolutionär unter Beweis stellen...

Bruce LaBruce ("Skin Flick") ist einer der schwulen Regisseure der sogenannten New-Queer-Cinema-Bewegung, die Anfang der Neunzigerjahre in Nordamerika entstand. Mit billigen, schwulen Filmen verschaffte sich LaBruce in den Folgejahren große Aumerksamkeit nicht nur in der schwulen Szene. Auch in "The Raspberry Reich" fährt LaBruce wieder seine berüchtigten Geschütze auf: Schon in der Anfangssequenz kommt es zu drastischen Sex-Szenen im Fahrstuhl, später spult er Hardcore-mäßig das ganze Programm von Anal- bis Oralverkehr hinunter, leider nur zu selten unterbrochen von satirischen Spitzen, die dann und wann durchschimmern.