Tore ist ein junger Thor, der sich in Hamburg religiösen Punkern, die sich selbst "Jesus Freaks" nennen, angeschlossen hat. Als Geste christlicher Nächstenliebe hilft er Benno bei einer Autopanne. Der dankbare Benno lädt den Retter prompt in sein Gartenhaus ein, in dem er mit seiner Frau Astrid sowie den Kindern Swanny und Dennis wohnt. Als Tore seinen Kumpel Unzucht treibend erwischt, sucht er das Weite, nimmt Bennos Angebot an und schlägt bald sein Zelt im Garten der Familie auf. Doch der campierende Dauergast geht Benno mehr und mehr mächtig auf die Nerven und er lässt seinen Aggressionen bald freien Lauf. Tore hingegen sieht die ständig krasser werdenden Misshandlungen seitens Benno als göttliche Prüfung ...

Und wieder ein Film, der seine Zuschauer extrem quält und damit die Geister scheidet. Auch wenn das Umfeld der religiösen Punkerszene stimmt, nerven alle unsympathischen Hauptfiguren ziemlich schnell. Macht sich zunächst Langeweile breit, nehmen bald die unmotivierten, nicht nachvollziehbaren Brutalitäten überhand. Das Ganze ist dann auch noch derart dilettantisch inszeniert und teilweise hölzern gespielt, dass man sich fragt, wie von sich eingenommen man sein muss, um ein solcher Machwerk in den Wettbewerb der Filmfestspiele in Cannes schickt. Wenn der Film eines widerspiegelt, dann die traurige Realität, in der sich der deutsche Film derzeit befindet.

Foto: Rapid Eye Movies