Mitten in der Schweiz, Ende der 1920er Jahre: In der einsamen Landschaft an der Via Mala, hoch oben in den Bergen des Engadin, lebt die Familie Lauretz. Ehemals Besitzer einer gut gehenden Sägemühle, ist Jonas Lauretz mittlerweile dem Alkohol verfallen und völlig heruntergekommen. Ohne Erbarmen tyrannisiert er seine Familie: Sohn Niklaus hat er zum Krüppel geschlagen, seine Frau Sophie und Tochter Hanna sind seinen ständigen Wutausbrüchen ausgesetzt. Nur seine jüngste Tochter Silvie liebt er über alles. Als Jonas wegen Handgreiflichkeiten ins Gefängnis muss, schöpft die Familie Hoffnung und versucht dem Elend zu entkommen. Doch als der Vater aus dem Gefängnis entlassen wird, beginnen die Qualen erneut und der Sohn beschließt, sich am Vater zu rächen ...

Ein erfolgreicher TV-Dreiteiler, von Regisseur Tom Toelle nach dem bekannten Heimatroman von John Knittel mit guter Besetzung inszeniert. An der Seite von Mario Adorf, der hier den tyrannischen Sägemühlenbesitzer gibt, spielt die hochbegabte junge Maruschka Detmers in einer ihrer ersten großen Rollen dessen Tochter Silvia. Sowohl Adorf als auch Toelle erkannten seinerzeit sofort das ganz große Talent der Darstellerin. "Sie hat eine Natürlichkeit, eine rasche Reaktion auf Widrigkeiten, die bewundernswert ist" sagt Toelle und Adorf spricht von einem "hoffnungsvollen Talent, dem man nur wünschen kann, dass sich Filmproduzenten und Regisseure ihrer sensibel annehmen und sie nicht ins Klischee des betörend schönen Mädchens fallen lassen."

Foto: Kinowelt