Rita wartet vor dem Standesamt. Sie hat sich fein gemacht und mit ihr die kleine Hochzeitsgesellschaft - Tochter Tonka, der Onkel, ihre beste Freundin Ljussja mit ihrem Mann. Endlich, mit 38 Jahren, will Rita heiraten. Den Bräutigam kennt noch keiner. Es war Liebe auf den ersten Blick, auf beiden Seiten. Die früheren "Künftigen" fühlten sich der selbstbewussten Rita nicht gewachsen. Und so wartet sie auf Gawrilow, einen Seemann. Ein Ehemaliger kommt vorbei, ein Süßholzraspler. Rita lässt ihn abblitzen, sie wartet auf einen Besseren. Inzwischen hat sich die Hochzeitsgesellschaft ins Restaurant verzogen, bestellt Essen, das dann keiner isst. Rita wartet und sucht ihren Gawrilow. Sie sucht ihn auf seinem Schiff, aber er ist unauffindbar. Es zieht sie zum Standesamt zurück, wo sie manch kleine Tragödie bei anderen Heiratswilligen erlebt. Schließlich überlegt sie, ob sie Pascha heiratet, einen alten Verehrer. Doch was soll's, sie liebt Gawrilow. Und er kommt, allerdings erst am nächsten Morgen.

Ein unspektakulärer, aber umso liebenswerterer Film über die Liebe. Es sind die Alltagsbeobachtungen und Miniaturen von Zeitgenossen, die Pjotr Todorowskis ("Frontromanze", "Intergirl") Komödie auszeichnen, und es ist die Figur der Braut, von Ljudmila Gurtschenko ("Bahnhof für zwei", "Sibiriade") wunderbar dargestellt. Ihre Rita, zwischen glücklich-strahlend und traurig-enttäuscht pendelnd, weist sie als exzellente Charakterdarstellerin aus.