Karin verbringt mit ihrem Mann, dem Arzt Martin, und ihrem 17-jährigen Bruder Fredrik die Ferien in einem heruntergekommenen Haus auf einer einsamen Ostsee-Insel. Ihr Vater, der Schriftsteller David, ist gerade aus der Schweiz zurückgekommen, und gesellt sich zu ihnen. Die sommerliche Idylle wird durch den Ausbruch von Karins Krankheit überschattet. Die junge Frau leidet an einer unheilbaren Geisteskrankheit, an der bereits ihre Mutter starb. Karins seelische Defekte zwingen die anderen dazu, sich unentdeckten Wahrheiten zu stellen ...

Die schwedische Regie-Ikone Ingmar Bergman drehte nach "Das Gesicht" einen weiteren, weniger Symbol beladenen Film über die psychische Krise eines Menschen. "Wie in einem Spiegel" war der zweite Film der Trilogie über Glaubensfragen (auch "Kammerspiel-Trilogie" genannt). Seine Trilogie schloss er nach "Licht im Winter" schließlich mit dem Klassiker "Das Schweigen" ab. "Wie in einem Spiegel" wurde 1962 mit dem Oscar als bester nicht englischsprachiger Film ausgezeichnet, Ingmar Bergman erhielt im Jahr darauf eine Oscar-Nominierung als bester Drehbuchautor.

Foto: Kinowelt