Wie kann Anna mir das nur antun? Ingrid Thulin als Ester
Wie kann Anna mir das nur antun? Ingrid Thulin als Ester

Das Schweigen

KINOSTART: 01.01.1970 • Drama • Schweden (1962)
Lesermeinung
prisma-Redaktion
Produktionsdatum
1962
Produktionsland
Schweden
Kamera
Schnitt

Die Schwestern Anna und Ester - wie auch Annas Sohn Johan - sehen sich wegen Esters Lungenkrankheit gezwungen, ihre Heimreise zu unterbrechen und in einer fremden Stadt Quartier zu nehmen. Die Stadt scheint bedroht, nachts rasseln Panzer durch die Straßen. In dieser bedrückenden, undurchsichtigen Situation kommt es zu quälenden Auseinandersetzungen zwischen Anna und der kranken Schwester, die offenbar mehr als nur schwesterliche Liebe von Anna erwartet. Anna verlässt das Hotel, wird von einem Kellner umworben und gibt sich ihm noch am gleichen Tag hin. Die kranke Ester wird unterdessen von einem dubiosen alten Kellner umsorgt, während Johan ziellos durch die leeren Gänge des Hotels streift. Als Anna zurückkommt, stellt Ester sie zur Rede, und der Streit zwischen den beiden Schwestern bricht offen aus. Anna will keine Rücksicht mehr nehmen, wendet sich wieder ihrem Liebhaber zu und überlässt Ester ihrem Schicksal. Als sie am anderen Morgen ihre Schwester zusammengebrochen vor der Tür findet, reist sie mit Johan überstürzt ab. Zum Abschied schreibt Ester dem Jungen ein paar Wörter in der fremden Sprache auf und gibt ihm den Brief mit den Worten: "Er ist wichtig, du wirst es verstehen." Aber es bleibt offen, ob sich diese Hoffnung erfüllt.

In "Das Schweigen" zeichnet Ingmar Bergman schonungslos das Bild einer Welt ohne Liebe und Hoffnung. Seine erste Aufführung in Deutschland 1964 führte zu einem Sturm der Entrüstung und provozierte eine Welle von Diskussionen darüber, wie weit erotische Szenen in einem künstlerisch anspruchsvollen Film vertretbar seien. "Das Schweigen" erhielt seinerzeit viele Auszeichnungen, gleichzeitig bekam der Verleiher aber auch Strafandrohungen. Unumstritten war und ist die künstlerische Qualität des Films, dessen visuelle und ästhetische Radikalität auch 40 Jahre nach seiner Entstehung noch beeindruckt.

Foto: Kinowelt

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