Nach einem Saufgelage zieht Martin für seinen Freund in einen Auslandseinsatz - und wacht mitten in der staubigen Wüste in einem Panzergefährt auf. Plötzlich knallen Schüsse und Granaten explodieren. Martin befindet sich mitten im Krieg und - hat keine Ahnung vom militärischen Geschäft. Denn er hat weder den Grundwehrdienst absolviert noch ist er sonderlich moralisch gefestigt, dafür aber umso ambitionierter, die hübsche Sanitäterin Nina rum zu kriegen ...

Was eine witzige Satire werden sollte, entpuppt sich als müder Klamauk. Der in Südafrika geborene Regisseur Oliver Schmitz ("Plötzlich berühmt", "Geliebtes Leben"), der sonst für solide Fernsehunterhaltung steht, wollte hier wohl einen Anti-Kriegsfilm als Komödie verpacken. Es bleibt jedoch bei einem lauen Versuch, denn Schmitz hat besonders - mit Hannes Jaenicke - schon wesentlich bessere Abendunterhaltung abgeliefert, man denke nur an "Allein unter Müttern". Auch wenn er sich des Themas "Auslandseinsatz der Bundeswehr" mit all seinen langweiligen Momenten, die es mit Glücksspiel und Alkoholgeschäften zu überbrücken gilt, annimmt, kommt "Willkommen im Krieg" nur selten über post-pupertären Humor hinaus. Und ob deutscher HipHop, Rock-'n'-Roll und Pop-Musik à la Nena mit "99 Luftballons" zu einem Anti-Kriegsfilm passen, sei einmal dahingestellt!