Gescheiterte Geldübergaben, überforderte Polizisten, eine Familie am Abgrund: "Wir sind dann wohl die Angehörigen" basiert auf dem gleichnamigen autobiografischen Roman von Jan Philipp Reemtsmas Sohn Johann Scheerer.

Wir sind dann wohl die Angehörigen

KINOSTART: 03.11.2022 • Drama • Germany (2022) • 119 MINUTEN
Lesermeinung
prisma-Redaktion
Originaltitel
Wir sind dann wohl die Angehörigen
Produktionsdatum
2022
Produktionsland
Germany
Filmstudio
23/5 Filmproduktion, NDR, BR, ARTE
Laufzeit
119 Minuten
Regie
Hans-Christian Schmid
Music
Markus Acher, Micha Acher, Andi Haberl
Kamera
Lotta Kilian, Julian Krubasik
Die Reemtsma-Entführung aus der Sicht der Familie
von Jonas Decker

Als die Öffentlichkeit davon erfuhr, war alles schon vorbei. Im März 1996 entführten zwei Männer den Hamburger Mäzen Jan Philipp Reemtsma, für die Freilassung forderten sie ein Lösegeld von zunächst 20 Millionen D-Mark. Mit den Medien wurde seinerzeit eine Nachrichtensperre bis zur erhofften Freilassung vereinbart. Doch mehrere Geldübergaben scheiterten. Dann, nach 33 Tagen, war es endlich vorbei – Reemtsma kam frei, seine Entführer wenig später in Haft.

Es ist gut ausgegangen, könnte man sagen, aber natürlich hinterließ die Sache Spuren. Reemtsma selbst erzählte seine Geschichte bereits 1997 in seinem Buch "Im Keller". 2018 lieferte dann sein Sohn Johann Scheerer eine ganz neue Perspektive: "Wir sind dann wohl die Angehörigen". Basierend auf Scheerers autobiografischem Roman hat der Regisseur Hans-Christian Schmid ("Crazy", "Requiem") nun einen gleichnamigen Film gedreht.

Einer der spektakulärsten Entführungsfälle der deutschen Geschichte, erzählt aus der Sicht eines 13-Jährigen. "Ich hab' vorher nicht gewusst, was Angst ist. Und was sie mit einem macht. Vorher hab' ich gedacht: Ihr seid ja sowieso da, und ihr passt auf mich auf." Aber mit der Entführung seines Vaters ist für den jungen Johann (Claude Heinrich) von einer Sekunde auf die andere nichts mehr selbstverständlich. "Angehörigen-Betreuer" kommen ins Haus, ständig klingelt das Telefon, die ganze Welt steht Kopf – und irgendwo dazwischen die verzweifelte Mutter Ann Kathrin Scheerer (Adina Vetter). Als die Polizei auf ihrem Weg nicht weiterkommt und die Sache im Fiasko zu enden droht, nimmt Mama die Dinge selbst in die Hand. Eine eigentlich unglaubliche Geschichte, auch und vor allem in dieser Fassung.

Quelle: teleschau – der mediendienst GmbH

Darsteller

Schauspieler Bruce Dern.
Bruce Dern
Fabian Hinrichs.
Fabian Hinrichs
Harald Schmidt in einem gestreiften, lockeren Hemd.
Harald Schmidt
Justus von Dohnányi in "Bis zum Ellbogen"
Justus von Dohnányi
Weitere Darsteller
Claude Heinrich Adina Vetter Theresa Berlage Yorck Dippe Hans Löw Enno Trebs Ingmar Grapenbrade Rabea Wyrwich Knud Riepen Philipp Hauß Jan-Peter Kampwirth Dennis Svensson Lisa Ahorn Georg Bonn Ivo Dahlmann Caspar Hoffmann Anja Lais Oskar Lampen Tim Porath Patrizia Elisabeth Scherer Uwe Zerwer

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