Takua Pa ist eine kleines, verschlafenes Städtchen im Süden Thailands. Auch hier wütete Weihnachten 2004 der furchtbare Tsunami, der weite Teile des Landes verwüstete und Tausende in den Tod riss. Zwar gehen im Ort die Wiederaufbauarbeiten voran, doch noch immer sind die Menschen, die ihren Job verloren haben, auf Arbeitssuche. Eines Tages kommt der Architekt Ton aus Bangkok nach Takua Pa, wo er für zwei Monate ein Bauprojekt leiten soll, und quartiert sich in dem kleinen, schäbigen Hotel der jungen Na ein. Schon bald entwickeln sich zwischen den beiden zarte Bande. Doch das bleibt nicht unbemerkt ...

Das einfühlsam erzählte Langfilmdebüt des vielfach preisgekrönten Kurzfilmers Aditya Assarat ist ein in wunderbaren Bildern eingefangener Mix aus Liebesgeschichte und Drama, der schon auf vielen Festivals ausgezeichnet wurde. Assarat, der selbst aus Bangkok stammt, später in die USA ging und seine Ausbildung absolvierte, erzählt dies in ruhigen Bildern, nimmt sich viel Zeit für die Entwicklung seiner beiden Hauptcharaktere, deren Schicksal er erst nach und nach auflöst. In "Wonderful Town" wird nicht viel gesprochen, denn der Film lebt ganz von der Macht seiner Bilder.

Foto: Freunde d. dt. Kinemathek