Sebastian (J. K. Simmons) und Maria (Maria Kavoyianni), Giorgos (Christoforos Papakaliatis) und Elise (Andrea Osvart) sowie Farris (Tawfeek Barhom) und Daphne (Niki Vakali) - diese drei Paare wohnen mitten in Athen. Der Film schildert ihr Leben, das von vielen Höhen und Tiefen geprägt ist.

Maria führt ein beschauliches Dasein als Hausfrau, ohne große Abwechslung, voll alltäglicher Routine. Diese wird jäh gebrochen, als sie beim Einkaufen auf den deutschen Akademiker Sebastian trifft. Auch Giorgos Leben erfährt eine Kehrtwende durch die Liason mit Elise, einer schwedischen Karrieristin. Und schließlich sind da noch Daphne und Farris, ebenfalls ein Multikulti-Gespann, das sich in einer Notlage kennenlernt.

Das alles wird nicht nur episodenartig erzählt, sondern über einen Zeitraum von mehreren Jahrzehnten hinweg, sodass eine Entwicklung der Beziehungen zum Ausdruck kommt.

Historisch und brandaktuell

Dabei werden sowohl zurückliegende Probleme als auch die jüngsten, von denen das ohnehin schon gebeutelte Griechenland erschüttert wurde, thematisiert. So kommen unter anderem die Finanzkrise und seine folgenschweren Auswirkungen auf ganz Europa zum Ausdruck sowie die Flüchtlingskrise. Regisseur Christoforos Papakaliatis gelingt es so, ein eindrucksvolles Gesellschaftsporträt seines Heimatlandes zu zeichnen, das teilweise systemkritische Züge trägt.

Darüber hinaus schafft er Raum für eine romantische Liebesgeschichte, die Mut macht, auch in schwierigen Phasen nicht aufzugeben und zu kämpfen. Zuletzt kommt Humor nicht zu kurz: In zahlreichen Szenen wird die spezielle griechische Lebensart liebenswert aufs Korn genommen.