Libanon Anfang der Achtzigerjahre: Der Nahost-Konflikt hat Beirut fest im Griff, es tobt ein brutaler Bürgerkrieg. Fahed, ein 12-jähriger palästinensischer Junge, dem der Hass auf die Israelis eingeimpft wurde, lässt sich von der PLO anwerben, nachdem sein Vater bei einem Bombenangriff ums Leben kam. Wenig später kann er seinen Eifer unter Beweis stellen. Gemeinsam mit anderen Kindern soll er den israelischen Piloten Yoni, der über Beirut abgeschossen wurde, bewachen. Langsam kann Yoni das Vertrauen Faheds gewinnen. Obwohl beide auf völlig verschiedenen politischen Seiten stehen, fliehen sie gemeinsam. Bei ihrem Weg durch das vom Krieg zerrissene Land entwickelt sich zwischen ihnen eine Freundschaft. Während Yoni einfach nur nach Hause möchte, versucht Fahed den letzten Willen seines verstorbenen Vaters zu erfüllen: Den letzten verbliebenen Olivenbaum der Familie zurück in ihr palästinensisches Heimatdorf zu bringen ...

Das arabische Wort "Zaytoun" bedeutet Olive und steht hier für Hoffnung und Frieden. Ein Thema, dass der preisgekrönte israelische Filmemacher Eran Riklis schon mehrfach aufgegriffen hat. Auch in "Die syrische Braut" oder "Lemon Tree" ließ der Regisseur stets einen Funken Zuversicht aufglimmen. Hier erzählt Riklis einmal mehr mit einer bemerkenswerten Bildsprache, gespickt mit Feingefühl und starken Emotionen, eine einfühlsam in Szene gesetzte Geschichte, die ein Hintertürchen zum Glück offen hält. Und auch die Darsteller des ungleichen Duos - Stephen Dorff ("Public Enemies") als Yoni und das Nachwuchstalent Abdallah El Akal ("Miral") in der Rolle des Fahed - wissen zu überzeugen.

Foto: Senator