Claire (Catherine Frot) scheint mit dem Schicksal auf Kriegsfuß zu stehen – und mit dem Glück erst recht. Zuerst verliert die passionierte Hebamme ihre Stelle, dann eröffnet ihr Sohn Simon (Quentin Dolmaire) nicht nur, dass seine Freundin ungewollt schwanger geworden ist, sondern auch, dass er sein Medizinstudium an den Nagel hängen will. Claires heile Welt gerät gehörig ins Wanken.

Als wäre das nicht schon genug, wird sie darüber hinaus mit der ehemaligen Affäre ihres Ex-Mannes konfrontiert, wegen der ihre Ehe scheiterte. Was beabsichtigt die einstige Rivalin Béatrice (Catherine Deneuve) bloß mit ihrem Drängen auf ein Treffen?

Obwohl Claire keine große Lust auf die Verabredung mit der Femme fatale verspürt, sagt sie zu. Die Begegnung bringt so Einiges ins Rollen.

Regt auf humorvolle Weise zum Nachdenken an

Regisseur und Drehbuchautor Martin Provost schuf eine wunderschöne Tragikomödie, die sich alle Fans des Genres keineswegs entgehen lassen sollten. Dabei bedient er sich des Musters zweier höchst gegensätzlicher Frauen, die zunächst streiten, aber schließlich aneinander wachsen und eine ganz besondere Beziehung entwickeln – eine, die ihr Leben bereichert. Dies wird anhand einer ausgewogenen Balance von Romantik und Tragik geschildert, die mit typisch französischem Charme sowie trockenem Humor garniert ist.

Das anspruchsvolle Gesamtpaket trägt mitunter poetische Züge, die das ein oder andere Mal ins Philosophische münden. Das Werk feiert nämlich das Leben und macht dem Zuschauer Mut, den Kopf nicht in den Sand zu stecken, wenn es einmal brenzlig wird.