Seit geraumer Zeit erhält Maria Wern anonyme Anrufe. Irgendein Verrückter scheint sie zu beobachten. Auf der Fahrt nach Hause entgeht die Kriminalinspektorin nur knapp dem Tode, jemand hat die Bremsleitungen ihres Wagens manipuliert. Am Innenspiegel hängt eine mysteriöse Stoffpuppe. Hartman, Marias Chef, stellt den Kollegen Arvidsson zu ihrer persönlichen Bewachung ab. Dennoch schleicht nachts jemand ums Haus, woraufhin die Verfolgte beschließt, für eine Weile unterzutauchen. So nimmt sie nun doch an einem Klassentreffen teil, das auf einer abgelegenen Insel stattfindet. Die Gegenwart der alten Schulkameradinnen wirkt entspannend, es wird getrunken, geredet und viel gelacht. Als eine der Frauen mit durchschnittener Kehle vor dem Haus liegt, schlägt die Stimmung um. Maria will ihre Kollegen alarmieren, doch alle Handys sind verschwunden. Auch die einzige Festnetzleitung wurde gekappt, das Boot für die Rückfahrt ist unbrauchbar. Schlimmer noch: Marias Dienstwaffe ist weg! Und das Morden geht weiter ...

Nach einem Roman der schwedischen Bestseller-Autorin Anna Jansson inszenierte "Maria-Wern"-Routinier Erik Leijonborg ("Maria Wern, Kripo Gotland - Totenwache", "Maria Wern, Kripo Gotland - Und die Götter schweigen") diesen packenden Fall. Auch in diesem Krimi schockiert die Härte der Verbrechen, deren Aufklärung der sympathischen Ermittlerin diesmal alles abverlangt, weil sie dabei selbst in Erklärungsnöte gerät und persönliche Enttäuschungen erlebt. Die klaustrophobische Stimmung auf der abgelegenen Insel und die minütlich ansteigende Hysterie machen diesen Krimi zum aufreibenden Psychothriller.

Foto: ARD/Degeto/Eyeworks Film Gemini/Phil McCann