Joan Crawford (Vanessa Redgrave, r.) regt sic mal wieder über ihre Tochter auf

Meine liebe Rabenmutter

KINOSTART: 18.09.1981 • Filmbiografie • USA (1981) • 129 MINUTEN
Lesermeinung
prisma-Redaktion
Originaltitel
Mommie Dearest
Produktionsdatum
1981
Produktionsland
USA
Filmstudio
Paramount Pictures, The Irwin Yablans Company
Budget
19.032.261 USD
Einspielergebnis
5.000.000 USD
Laufzeit
129 Minuten
Regie
Frank Perry
Music
Henry Mancini
Kamera
Paul Lohmann

Die gemeinste Mutter von allen...

In den 30er Jahren befindet sich die Hollywood-Diva Joan Crawford auf der Höhe ihres Erfolgs. Sie wird mit Filmangeboten überhäuft und vom Publikum verehrt. Doch ihr sehnlichster Wunsch - ein Baby - erfüllt sich nicht. Um dem Bild einer perfekten Mutter und einer heilen Familie gerecht zu werden, adoptiert sie schließlich zwei Kinder, Christina und Christopher. Hinter der makellosen Fassade eines Familienidylls sieht es aber ganz anders aus: Nicht Liebe und Zuneigung erleben die Kinder, sondern sie sind den hemmungslosen Launen und der unerbittlichen Härte ihrer Adoptivmutter ausgeliefert und dienen von Anfang an als Requisiten einer Selbstinszenierung der Diva Joan Crawford...

Joan Crawford hatte bereits einige gescheiterte Partnerschaften hinter sich, als sie zwei Kinder adoptierte. Wie es scheint, mehr aus einer Laune heraus, denn die Crawford war im Leben wie auf der Leinwand ganz Diva. Herzenswärme und echte Gefühle waren nicht ihre Stärke. Diese Kinder waren ihr Prellbock, als ihre Karriere in den 40er Jahren merklich nachließ und sie ihren Trost mehr und mehr im Alkohol suchte. Auch als sie als Frau und später Witwe eines Industriellen finanziell bestens versorgt war, hielt sie ihre Kinder ausgesprochen kurz. 1977 starb die Crawford schwerreich und rechnete noch im Testament mit ihren Kindern Christina und Christopher ab, "for reasons best known to them' ("aus Gründen, die sie selbst am besten kennen") wurden die beiden enterbt. Christina, selbst Schauspielerin, schrieb ein Buch über ihre Stiefmutter, das ein Weltbestseller wurde: "Meine liebe Rabenmutter". In der Verfilmung von Frank Perry ("Doc") spielt Faye Dunaway eindrücklich die Crawford in ihrem Kampf um ihre Doppelrolle als überforderte Mutter und Schauspielerin, deren Ruhm zu verblassen droht. Die öffentliche Crawford war entschlossen, glamourös und bewundernswert, aber der Film enthüllt die private Crawford als Frau, die verzweifelt Mutter sein will, die ihre Kinder adoptierte, als sie alleine lebte, und die versucht, in der zerstörerischen Film-Industrie zu überleben. Der Zorn, die lähmende Belastung und der erschreckende Abstieg in Alkoholismus und Kindesmisshandlung werden eindrucksvoll und unvergesslich dargestellt.

Darsteller

Diana Scarwid
Faye Dunaway: Überzeugte in "Chinatown" und in "Bonnie und Clyde".
Faye Dunaway
Weitere Darsteller
Steve Forrest Howard Da Silva Mara Hobel Rutanya Alda Harry Goz Michael Edwards Jocelyn Brando Priscilla Pointer Joe Abdullah Gary Allen Selma Archerd Adrian Aron Xander Berkeley Matthew Campion Carolyn Coates Jerry Douglas Margaret Fairchild Phillip R. Allen James Kirkwood Jr. Michael Hawkins Matthew Faison Peter Jason Ellen Feldman Robert Harper Cathy Lind Hayes Victoria James Dawn Jeffory Virginia Kiser S. John Launer Russ Marin Nicholas Mele Belita Moreno Warren Munson Alice Nunn Norman Palmer David Price Jeremy Scott Reinbolt Michael Talbott Arthur Taxier Joe Warren Erica Wexler Dick McGarvin Brent Dunsford Joseph Dypwick Wendy Pitzer David Sanderson Ian Bruce Peter Eastman Lars Hensen Danny Nero Ilene Woods

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