"Wer bist du, und was macht dich aus?" Die 17-jährige Lea (Frida Hornemann) weiß auf diese Frage keine wirkliche Antwort, will sie aber endlich finden. Regisseurin und Drehbuchautorin Eva Trobisch ("Ivo", "Alles ist gut") erzählt im Familiendrama "Etwas ganz Besonderes" die Identitätssuche des Mädchens in der ostdeutschen Provinz zwischen familiärem Chaos und Vorurteilen. Der Film wurde bei der Berlinale 2026 für den Goldenen Bären nominiert.
Die simple wie tiefgreifende Frage nach ihrer Persönlichkeit wird Lea bei einer Castingshow gestellt, bei der sie als Sängerin antritt. Während ihr Vater Matze (Max Riemelt) sie dabei unterstützt, ist Mutter Rieke (Gina Henkel) wenig begeistert. Die zerrüttete Beziehung ihrer frisch getrennten Eltern macht Lea ihre Selbstfindung nur noch schwerer. Nach einem Streit mit ihrer Mutter zieht die 17-Jährige zu ihrem Vater, seinen Eltern und ihrer scheiternden Pension in einer thüringischen Kleinstadt. Ein Vorbild ist für sie hingegen ihre Tante Kati (Eva Löbau), die lange im Ausland gearbeitet hat und jetzt die mit EU-Mitteln geförderte Sanierung eines lokalen Residenzschlosses übernimmt – damit macht sie sich jedoch in der strukturschwachen Provinz nicht unbedingt Freunde. Letztendlich muss nicht nur Lena lernen, wer sie ist, auch ihre Familie muss sich neu kennenlernen ...