Gefangen in Lethargie und Schweigen: Liv Ullmann

Persona

KINOSTART: 01.01.1970 • Drama • Schweden (1966) • 84 MINUTEN
Lesermeinung
prisma-Redaktion
Originaltitel
Persona
Produktionsdatum
1966
Produktionsland
Schweden
Laufzeit
84 Minuten
Kamera
Schnitt
Die Schauspielerin Elisabet Vogler hört mitten in einer Vorstellung von "Elektra" plötzlich auf zu sprechen und versinkt fortan in Lethargie und völliges Schweigen. Die junge Krankenschwester Alma soll sich um sie kümmern und begleitet sie zu einem Aufenthalt in ein einsames Haus am Meer. In der kargen Umgebung entwickelt sich zwischen den beiden Frauen eine Beziehung, die symbiotische Züge annimmt, bis ihre Identitäten ganz ineinander aufzugehen scheinen. Während die eine weiter schweigt, beginnt die andere immer mehr von sich zu erzählen und dabei ihr Innerstes zu offenbaren.

Ingmar Bergmans faszinierendes Werk erzählt noch radikaler und reduzierter als sein Vorgänger "Das Schweigen" von der intensiven Auseinandersetzung zweier gegensätzlicher Protagonistinnen an einem isolierten Schauplatz. Dabei ist "Persona" sowohl ein fesselndes psychologisches Drama als auch eine experimentelle Reflexion über das Filmemachen selbst - über Schein und Sein, über die Sehnsucht nach Fiktionen und die Sehnsucht nach Wahrhaftigkeit. Mit der intensiven schauspielerischen Leistung der Hauptdarstellerinnen Liv Ullmann und Bibi Andersson und der brillanten Kameraarbeit Sven Nykvists gehört "Persona" zu den wichtigsten Filmen Bergmans und des europäischen Kinos nach dem Zweiten Weltkrieg.

Darsteller
Liv Ullmann
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