Die Schriftstellerin Sibyl (Virginie Efira) wagt sich an einen neuen Roman.
"Sibyl - Therapie zwecklos" lässt eine Psychologin mit eigensinnigen Hintergedanken auf ihre Klientin los.

Sibyl - Therapie zwecklos

KINOSTART: 16.07.2020 • Komödie • F (2019) • 101 MINUTEN
Lesermeinung
Originaltitel
Sibyl
Produktionsdatum
2019
Produktionsland
F
Laufzeit
101 Minuten

Filmkritik

Doppeltes Spiel

Eine Psychologin, die wie früher wieder Romane schreiben will, klinkt sich in das Leben einer Patientin ein: "Sibyl – Therapie zwecklos" zeigt, warum sie das lieber hätte sein lassen sollen.

Zehn Jahre lang hat die Autorin Sibyl (Virginie Efira) nichts mehr geschrieben. Stattdessen hat sie Psychologie studiert und eine eigene Praxis eröffnet. Als es sie wieder in den Fingern juckt, stellt sie ihr Leben erneut auf den Kopf. Sie trennt sich von den meisten ihrer Patienten, will sich nun erneut ganz dem Schreiben widmen. Nur, die Ideen fehlen ihr. Bis die Schauspielerin Margot (Adèle Exarchopoulos) bei ihr anruft. Unter Tränen bittet sie Sibyl, ihr zu helfen. Sie sei schwanger von ihrem Kollegen Igor (Gaspard Ulliel), erzählt sie, und wisse nun nicht, ob sie das Kind bekommen soll oder nicht. Zunächst etwas widerwillig stimmt Sibyl zu, für Margot eine Ausnahme zu machen und sie als Patientin anzunehmen. Je mehr Margot von sich erzählt, desto klarer wird Sibyl: Die Geschichte, die sie so verzweifelt sucht, sitzt vor ihr. Also schaltet sie heimlich ihr Diktiergerät an und lässt Margot reden. Bald aber wird Sibyl selbst Teil von Margots Leben und damit auch von der Geschichte, die sie erzählen will.

"Sibyl – Therapie zwecklos" lief im vergangenen Jahr im Wettbewerb in Cannes. Regisseurin Justine Triet ("Victoria – Männer & andere Missgeschicke") erzählt ihre Geschichte mit vielen Rückblenden in die Vergangenheit von Sibyl, die im Laufe ihrer Begegnung mit Margot immer mehr Gemeinsamkeiten zu ihrem eigenen Leben entdeckt. Irgendwann folgt die Schriftstellerin ihrer unfreiwilligen Muse sogar bis nach Stromboli, wo Margot im Schatten des Vulkans einen Film dreht. Dann hat auch Sandra Hüller einen fantastischen Auftritt: als Regisseurin am Rande des Nervenzusammenbruchs, die versucht, das Chaos, das Sibyl angerichtet hat, in den Griff zu kriegen.


Quelle: teleschau – der mediendienst GmbH

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