Von seiner Ehefrau verlassen, von der Mutter pausenlos gegängelt, meist arbeitslos und obendrein pleite: Der junge Koch Carl fühlt sich nicht gerade vom Glück verwöhnt. Das einzig Gute an seinem neuen Job in der verschmierten Küche einer Melbourner Diskothek ist das Barmädchen Sophie, das Carl über die Kakerlaken zwischen den Kochtöpfen hinwegtröstet. Ärger hat das etwas naive Muttersöhnchen aber auch mit seinem Küchengehilfen Mustafa, der eigentlich lieber mit Drogen dealt als Töpfe schrubbt. Als die beiden eines Tages aneinandergeraten, macht Mustafa auf ziemlich unliebsame Weise Bekanntschaft mit einer Fleischgabel. Jetzt hat Carl noch ein Problem. Doch zum Glück weiß sein Freund Dave Rat in dieser verzwickten Situation, denn der Mann ist Totengräber von Beruf...

Schwarzen Humor vom Feinsten bietet "Tod in Brunswick", der cineastische Überraschungserfolg aus Australien. In den deutschen Kinos lief der mit Sam Neill in der Hauptrolle glänzend besetzte Film unter dem Titel "Gesellschaft für Mrs. Di Marco". Die boshafte, lakonische Komödie über einen geborenen Verlierer, der mit der Unschuld eines Kindes von einer absurden Situation in die nächste purzelt, spielte die vergleichsweise geringen Produktionskosten von etwa einer Million australischer Dollar schon auf dem heimischen Markt wieder ein. Außerdem konnte John Ruane mit seinem Regiedebüt insgesamt fünf Nominierungen für die Australian Film Institute Awards einheimsen. "Gnadenloser Blick auf die Außenwelt, gepaart mit bösem Witz und schräger Erotik", urteilte seinerzeit die Süddeutsche Zeitung.