Am 21. Mai 1949 findet die Lebensreise von Klaus Mann, ältester Sohn von Thomas Mann, in Cannes ihr Ende. Der 43-jährige begeht Selbstmord - hochbegabt, schwul, drogenabhängig, ein Essayist und Romancier, ein getriebener Weltbürger. Ein Verlust. Ein Sohn war ihm "poesievoller" als eine Tochter, "...eine Fortsetzung und Wiederbeginn meiner selbst unter neuen Bedingungen." Vom Tage seiner Geburt an (18. November 1906) stand das Leben dieses Jungen unter allerhöchstem Interesse und Beobachtung. Der Vater nennt ihn Klaus Heinrich Thomas Mann.

Der Film nach Heinrich Breloer ("Todesspiel") ist eine filmische Recherche auf den Lebensspuren des ältesten Sohns von Thomas Mann, der sein Leben als eine ruhelose Suche nach immer neuen Abenteuern verbringen musste, auch auf der Suche nach dem unerreichbaren Vater. Auf einer Reise durch Europa zeichnet Breloer in vielen Gesprächen die bisher ungeschriebene Lebensgeschichte von Klaus Mann auf - die Geschichte eines ordentlichen Bürgerhauses, hinter dessen Fassaden die abgedrängten Lebenswünsche des Hausherrn im Sohn Auferstehung feiern.