Verbannt - so fühlen sich die meisten Jugendlichen, die in Vesala, einem tristen Vorort von Helsinki leben. Hier ist die Arbeitslosigkeit hoch und die Hoffnung auf ein unbeschwertes Leben gering. Man säuft, nimmt Drogen, knackt Autos oder zettelt Prügeleien an. Um die Jugendlichen von der Straße zu holen, hat der 30-jährige Timi einen Verein gegründet, in dem die Kids Sport treiben, tanzen oder einfach reden und Karten spielen können. Krisse und Ville, die beiden Hauptcharaktere dieser Dokumentation, geraten dennoch regelmäßig wegen verschiedener kleiner Delikte mit dem Gesetz in Konflikt.

Filmemacher Visa Koiso-Kanttila zeigt ein einfühlsames Portrait einer Gruppe von Jugendlichen, die von vorneherein keine Chance im Leben zu haben scheinen. Der Zuschauer lernt ihre Familienverhältnisse kennen, ihre Träume und Ängste, und erhält Einblick in die Welt der Vorstädte, die die meisten Außenstehenden gerne meiden. Ein Bericht über Perspektivlosigkeit, Ohnmacht und das Klima der Angst, der nachdenklich stimmt. Visa Koiso-Kanttila hat die Portraitierten über ein Jahr lang begleitet. "Verbannt" erhielt den ersten Preis für den besten Dokumentarfilm beim Internationalen Film Festival Tampere/Finnland 1998.