Amsterdam, Höhle des Lasters, Zentrum der käuflichen Liebe, Tummelplatz der Halbwelt: Greet und ihre Freundin Nell arbeiten hier als Prostituierte. Beide sind beseelt von der Vision, aus diesem Leben auszusteigen, den roten Laternen und den ebenso schmuddeligen wie gefährlichen Gassen des Rotlichtviertels auf immer Lebewohl zu sagen. Greet hat sich Hals über Kopf in einen ihrer Freier verliebt, während Nell mehr und mehr unter ihrem Zuhälter Jack leidet. Die sensible Nell findet schließlich nach mehreren Versuchen über Heiratsinstitute den unbescholtenen Fleckenwasser-Händler aus Eindhoven, der ihr als künftiger Ehemann ideal erscheint. Die resolute Greet hat dabei natürlich kräftig nachgeholfen, und während Nell den Ausstieg aus der Szene schafft, bleibt Greet im Milieu zurück - zwar enttäuscht, aber ungebrochen und selbstbewusst.

Der erste Abend füllende Spielfilm des Niederländers Paul Verhoeven ("Robocop", "Total Recall - Die totale Erinnerung") ist eine bitterböse Farce über ein Bordell, dessen Prostituierte und Gäste. Wie der Roman von Albert Mol hat auch der Film für seine "Helden" nur zynischen Spott übrig und zeigt auch die "Freier" als psychisch Gestörte.